Katzen sind bekannt dafür, dass sie mehr oder weniger eigen sind. Dies betrifft auch die eventuell notwendige Gabe von Medikamenten. Es wäre schön, wenn sich diese einfach unter das Futter mischen ließen, aber da Katzen auch hier besonders wählerisch sind, klappt dies nicht immer. Hier möchten wir dir fünf Tipps geben, wie du deiner Katze Medikamente geben kannst.

Gabe von Tabletten

Hier hast du mehrere Möglichkeiten, diese deiner Katze zu verabreichen. Die einfachste ist, dass sie die Pille, gedrückt in ein Stück Leberwurst oder Paste, aufnimmt. Alternativ kannst du die Tablette zerkleinern und ihr unter das Futter mischen. Nimmt sie ihr Futter mit der zermahlenen Tablette nicht an, kannst du versuchen, diese in püriertes, leicht angewärmtes Fleisch zu rühren. Die höhere Temperatur sorgt dafür, dass der Geruch des Medikaments darin untergeht. Es gibt auch die Möglichkeit, deiner Katze die Tablette von Hand oder mit einem Tabletteneingeber ins Maul zu schieben. Jedoch könnte diese Methode das Vertrauen deiner Katze dir gegenüber hart auf die Probe stellen, da sie sich dieser Prozedur kaum freiwillig unterziehen wird. 

Verabreichen von Pulver

Manche Medikamente oder Nahrungsergänzungen gibt es in Pulverform. Hier gelten die gleichen Tipps wie bei der Gabe zermahlener Tabletten. Lehnt deine Katze diese ab, kannst du zu einem weiteren Trick greifen: Kaufe eine Paste (z.B. eine Fellpflege-Paste), verbinde die Paste mit dem Pulver und verteile die Dosis im Fell, auf einer Pfote oder am Maul der Katze. Sie wird sofort beginnen, sich die Stelle sauber zu schlecken und dabei nebenbei Paste und Pulver aufnehmen. Achte darauf, einen für die Katze bekömmlichen Träger für dein Pulver zu verwenden. Milchprodukte wie Joghurt oder Butter mögen Katzen zwar meist sehr gern, werden aber aufgrund der Laktose nicht immer gut vertragen. Besteht generell keine Unverträglichkeit, kannst du es in kleinen Mengen auch damit versuchen. Hier heiligt der Zweck die Mittel.

Verabreichen von Flüssigkeiten

Medikamente gibt es natürlich auch in flüssiger Form. Oft sind diese so konzipiert, dass sie gar nicht so schlecht schmecken und die Katze diese gut über das Futter geträufelt aufnimmt. Teste diese Variante zunächst mit einer kleinen Dosis, damit du, falls es nicht klappt, das Medikament mitsamt Futter nicht entsorgen musst. Alternativ kannst du flüssige Medizin leicht über eine dünne Plastikspritze – natürlich ohne Nadel – direkt ins Maul der Katze geben. Nimm dazu die Katze auf deinen Schoß oder mit dem Popo zwischen deine Beine. Schiebe ihr die Spritze vorsichtig, aber zügig, ins Maul – außerhalb des Gebisses, damit sie nicht draufbeißt. Halte ihr vorsichtig den Kopf leicht nach hinten, so dass die Flüssigkeit nach hinten läuft. Sie wird diese sofort schlucken. Manche Katzen nehmen die Medizin auch gut, wenn sie gerade auf ihrem Platz liegen. Sei hierbei unbedingt liebevoll, damit sie lernt, dass du ihr nichts Böses willst. 

Gabe von Augentropfen oder Augensalbe

Zu Augentropfen gibt es meist keine Alternativen. Wenn deine Katze beispielsweise eine Bindehautentzündung hat, sind diese das Mittel der Wahl. Hier musst du besonders vorsichtig sein, damit du deine Katze am Auge nicht verletzt. Halte deine Katze sicher auf deinem Schoß oder bitte eine zweite Person, sie zu halten. Ziehe mit einer Hand vorsichtig das Augenlid nach unten und gebe mit der anderen Hand die Tropfen in die kleine Lidspalte. Die Gabe von Augensalbe ist einfacher, da das Verletzungsrisiko niedrig ist. Schiebe auch hier das Lid nach unten oder oben und gebe die Salbe vorsichtig in den Bindehautsack. Der Kopf der Katze muss in jedem Fall still gehalten werden. Am besten lässt du dir die sichere Anwendung von deinem Tierarzt zeigen.

Vermeide Stress

Einer Katze ihre Medikamente zu geben, ist nicht immer einfach. Da es jedoch im Krankheitsfall unvermeidlich ist, musst du unter Umständen kreativ werden. Natürlich ist hierbei jede Katze anders und reagiert anders. In jedem Fall solltest du Stress bei deiner Katze vermeiden. Bleibe selbst ruhig, liebevoll und geduldig und gib die Medizin ganz selbstverständlich und ohne viel Tamtam. Im Zweifel frage deinen Tierarzt, ob es ein alternatives Medikament in einer anderen Darreichungsform gibt. Viel Erfolg!