Ein Welpe als neues Familienmitglied ist eine aufregende Sache. Bei aller Niedlichkeit muss dein Welpe vieles lernen, unter anderem die Stubenreinheit. Der kleine Hund hat noch keine Kontrolle über Blase oder Darm, so dass er häufiger aufs Klo muss als ein erwachsener Hund, und Missgeschicke sind anfangs völlig normal. Doch auf sanfte Weise kannst du deinem kleinen Hund beibringen, dass er sein Geschäft draußen erledigt. Schau dir unsere Tipps an, wie du deinen Welpen stubenrein bekommst.

Tipp 1: Achte auf die Zeichen

Hunde sind reinliche Tiere und verschmutzen ihren Lebensbereich äußerst ungern. Wenn dein kleiner Hund merkt, dass die Blase drückt, wird er sich entsprechend verhalten. Damit du deinen Welpen stubenrein bekommst, beobachte ihn genau, denn er wird seinen Drang durch unruhiges Herumlaufen oder -schnüffeln am Boden anzeigen. Wenn dein Hund sich so verhält, öffne ihm die Tür und gib ihm Signale, dir nach draußen zu folgen. Er wird schnell lernen, dass dies die Gelegenheit ist, sein Geschäft zu erledigen. Falls sich dein Hund nicht meldet, gib ihm spätestens rund alle zwei Stunden die Gelegenheit, Pipi zu machen.

Tipp 2: Einsatz einer Pipimatte

Das Auslegen einer „Pipimatte“ kann helfen, falls du keinen schnellen, direkten Zugang nach draußen hast, wenn dein Welpe mal muss. Um deinen Welpen stubenrein zu bekommen, trage ihn zu dieser Matte, wenn oder bevor er Zeichen gibt, dass er aufs Klo muss. Vor allem in den ersten zwei bis drei Wochen ist dies eine sinnvolle und nützliche Maßnahme, und meistens „drückt“ es den Kleinen nach dem Fressen, Schlafen und Spielen. Auch bei extremer Freude lassen Welpen mitunter ein paar Tröpfchen fallen.

Tipp 3: Umgang mit Missgeschicken

Du wirst nicht verhindern können, dass das ein Bächlein oder Häufchen auf dem Teppich oder auf den Fliesen landet. Falls dies passiert ist, wische das Malheur einfach auf, ohne deinen Welpen entweder zu bestrafen oder zu trösten. Wenn du mit ihm schimpfst, könnte er Angst von dir bekommen und wenn du ihn tröstest, könnte er dies als positive Verstärkung auffassen. Reinige die Stelle mit einem am besten natürlichen, aber intensiv riechenden Mittel, damit der Hund keine weiteren Ambitionen verspürt, diese Stelle als Klo zu benutzen. Empfindliche Teppiche oder Läufer räumst du während dieser Zeit, wenn möglich, am besten weg.

Tipp 4: Zeit des Alleinseins

Gerade in den ersten Wochen darfst du deinen kleinen Vierbeiner nicht allein lassen. Zum einen tät dies seiner psychischen Entwicklung nicht gut, zum anderen brauchst du die Zeit für die Erziehung, damit dein Welpe stubenrein wird. Auch ein erwachsener Hund sollte nie länger als vier Stunden allein sein – nicht nur, weil er sein Geschäft verrichten muss, sondern auch, weil ihm Einsamkeit auf lange Sicht schadet und er Verhaltensauffälligkeiten oder gesundheitliche Probleme entwickeln könnte.

Tipp 5: Draußen üben

Mit diesen ersten vier Tipps bist du bereits auf einem guten Weg zu einem Welpen, der stubenrein ist. Hast du es geschafft und er verrichtet sein großes und kleines Geschäft vorwiegend oder grundsätzlich draußen, kannst du dort weiter mit ihm üben. Hierzu gehst du mit deinem Welpen raus, noch bevor er signalisiert, dass er aufs Klo muss. Gehe mit deinem Kleinen auf eine geeignete Fläche, am besten eine Wiese, und warte, bis er sich erleichtern muss. In diesem Moment gibst du ihm ein zuvor festgelegtes Lösungswort, beispielsweise „Pipi“, und kombiniere dies mit einem Leckerli. Dein Hund wird schnell den Zusammenhang erkennen und lernen, dass es eine gute Sache ist, sein Geschäft draußen zu verrichten. Auch richtig angewendetes Clickertraining kann hierbei helfen.

Tipp 6: Bleib geduldig

Hunde lernen unterschiedlich schnell und es lässt sich nicht vorhersagen, wie lange es dauert, bis dein Welpe stubenrein wird. Bleib daher geduldig und fair und bestrafe ihn nicht, wenn mal was in der Wohnung landet. Falls dein Hund so gar nicht stubenrein wird, musst du Ursachenforschung betreiben. Möglicherweise fühlt er sich einsam, seine Haltungsbedingungen sind nicht optimal oder er hat körperliche Probleme. Wende dich in diesem Fall an deinen Tierarzt oder einen kompetenten, auf Welpen spezialisierten Hundetrainer.

Interessant für dich?

Insidertipps und reger Austausch über das, was dir am Herzen liegt.

...und tierisch mitdiskutieren!

Über den Autor / die Autorin → Guido Baumann
Ich freue mich, als tierlieber Autor für den Happy Pet Club schreiben zu dürfen.