Katzen sind wahre Lebenskünstler und verstehen es wie kaum eine andere Haustierart, das Leben mit all seinen Annehmlichkeiten voll zu genießen. Vielleicht ist das einer der Gründe, warum der Stubentiger in vielen Ländern das beliebteste Haustier ist. Die Gesellschaft einer Katze wirkt sich nachgewiesenermaßen positiv auf Körper, Geist und Seele des Menschen aus, und Katzen können uns vieles lehren, um unser eigenes Leben friedvoller und entspannter zu gestalten.

Tipp 1: Guter Schlaf

Katzen verschlafen bis zu 16 Stunden des Tages. Okay, das können wir uns nicht erlauben und so viel Schlaf täte uns auch nicht gut. Aber Katzen lehren uns, Wert auf guten und gesunden Schlaf zu legen. Sorge dafür, dass du täglich sechs bis acht Stunden erholt schläfst, damit du dich regenerieren kannst. Besonders für das Gehirn ist tiefer Schlaf wichtig, da es sich gerade während dieser Zeit erholen kann. Zwischendurch kannst du nach Bedarf und Möglichkeit auch einen kleinen, erfrischenden Power-Nap einlegen.

Tipp 2: Gutes Essen

Katzen sind Schleckermäulchen, und jeder Dosenöffner weiß, dass nicht alles in den Napf darf. Katzen sind sehr wählerisch, was ihr Futter angeht, wobei sie leider ungesundes Futter nicht grundsätzlich verschmähen. Als Halter musst du darauf achten, deine Katze mit hochwertigem und gesundem Futter zu versorgen. Beim Fressen lassen Katzen sich gar nicht gern stören, und Katzen lehren uns, liebevoll zubereitete, nahrhafte Mahlzeiten zu genießen. Der Alltag zwingt uns mitunter zu schnellen und ungesunden Snacks, doch die Katzen lehren uns, mehr Aufmerksamkeit auf gute Mahlzeiten zu legen. Achte also bei deinen Mahlzeiten darauf, dass sie alle wertvollen Stoffe, Mineralien, Vitamine etc. enthalten, dass sie schmecken, liebevoll serviert und von dir mit Zeit und Genuss verspeist werden.

Tipp 3: Spielen

Katzen spielen für ihr Leben gern. Das Spielen ist in vielerlei Hinsicht wichtig und unverzichtbar für sie. Spielen ist Teil ihres angeborenen Jagdtriebes und es gibt nichts schöneres für sie, als mit einem Artgenossen zu spielen. Als Katzenhalter solltest du deiner Katze ausreichend Spielmöglichkeiten bieten, entweder indem du zwei Katzen hältst oder deine Wohnung entsprechend attraktiv einrichtest und dich mit deiner Katze beschäftigst. Auch Kinder spielen für ihr Leben gern, was mit zunehmendem Alter leider mehr und mehr verloren geht. Katzen lehren uns, im Leben wieder mehr zu spielen! Als Erwachsener kann dies viele Ausdrucksformen haben: im Sport, im Gesellschaftsspiel, Aktivitäten in der Gemeinschaft, uvm. Einsames Handy-Daddeln ist eher nicht gemeint. Finde für dich eine Möglichkeit, das dem Spielen zugrundeliegende Gefühl von Spaß und Freude zu erzeugen, und du wirst sehen, dass dein Alltag wieder bunter und schöner wird.

Tipp 4: Zeit zum Kuscheln

Katzen sind wahre Schmusebacken. Zwar ist das Bedürfnis nach Streicheleinheiten je nach Persönlichkeit des Stubentigers unterschiedlich ausgeprägt, aber jede Katze braucht vom ersten Lebenstag an den Körperkontakt zu Mutter und Geschwistern. Fell abschlecken, sich zusammen einrollen, treteln – all das ist wichtig für ihre Entwicklung, und das Bedürfnis nach Nähe bleibt in jedem Katzenalter erhalten. Das gleiche gilt für Menschenbabys: Ohne Zuwendung der Mutter würden sie sterben, und jeder Mensch braucht Nähe und Berührung. Auch hier schlägt der Alltag oft zu, und Kuscheln kommt einfach zu kurz. Katzen lehren uns, dass wir uns wieder Zeit für Nähe nehmen! Nähe bedeutet körperliche und emotionale Zuwendung zugleich. Auch dem anderen zuhören gehört dazu. Wir brauchen Streicheleinheiten und Umarmungen, denn sie setzen die Hormone Oxytocin und Prolaktin frei, die sich positiv auf unsere Gesundheit auswirken, beispielsweise nachweislich den Blutdruck senken uvm. Folge also dem Rat der Katzen und nimm dir ausreichend Zeit fürs Kuscheln.

Tipp 5: Frische Luft

Zwar leben viele Katzen ausschließlich in der Wohnung, und das auch sehr glücklich, aber von Natur aus gehört eine Katze an die frische Luft. Denn die Gene der Wildkatze und damit das Bedürfnis nach Freigang sind in der domestizierten Katze nach wie vor aktiv. Draußen kann eine Katze ihr Revier aufbauen, markieren und regelmäßig überprüfen, sie kann jagen und nach Bedarf mit anderen Katzen interagieren. Es gibt das nach wie vor unerklärliche Phänomen, dass sich mehrere Katzen nachts an bestimmten Orten treffen, dort eine Weile still sitzen und verharren und dann wieder ihrer Wege ziehen. Auch wir Menschen sind körperlich so angelegt, dass wir uns in der Natur bewegen sollen und müssen. Katzen lehren uns, dies regelmäßig zu tun! Bewegung in Wald und Flur versorgt den Körper mit frischem Sauerstoff, entsäuert den Organismus, ist entspannend und wirkt sich positiv u.a. auf das Herz-Kreislaufsystem aus. Also, mindestens einmal täglich, beispielsweise in der Mittagspause, ab nach draußen!

Tipp 6: Authentizität und Achtsamkeit

Katzen sind in hohem Maße ehrlich und aufrichtig und sich selbst immer treu. Anders als Hunde sind sie alles andere als demütig, sondern folgen ihren eigenen Vorstellungen und Interessen. Dies kann durchaus als gesund bewertet werden, denn je mehr wir uns verbiegen, desto mehr haben wir irgendwann das Gefühl, nicht mehr wir selbst zu sein. Katzen lehren uns, uns selbst treu zu sein! Selbstverständlich fordert der Alltag und das Zusammenleben mit anderen seinen Tribut; das ist auch gut so, denn es geht nicht um rücksichtsloses Durchsetzen eigener Interessen. Vielmehr lehren Katzen uns, ehrlich mit uns selbst zu sein, unsere eigenen Wünsche, Gedanken und Gefühle zu erkennen und achtsamer mit uns umzugehen.

Zusammenfassung

Katzen können uns lehren, weniger Stress und dafür mehr Freude in unser Leben zu bringen. Auch wenn nicht alles auf einmal gelingen mag, können doch auch kleine Schritte hin zu mehr Lebensqualität hilfreich sein.

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Über den Autor / die Autorin → Andrea Schubert
Ich liebe Tiere sehr und hatte Kaninchen, Meeris, Hunde, Katzen und ein Pferd. Vor einigen Jahren habe ich bereits Beiträge für ein Haustier-Printmagazin geschrieben.

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