Eins kennt sicher jeder Katzenfreund: Was die Katze heute noch frisst, kann ihr schon morgen nur einen angewiderten Blick entlocken. Wenn die Katze mäkelt und ihr Futter verweigert, kann einen das durchaus in Verzweiflung treiben. Warum tun Katzen so etwas? Welche Tipps gibt es, wenn deine Katze das sonst so geliebte Futter verweigert? Sechs Tipps.

Prüfe die Gesundheit deiner Katze

Erst einmal gilt: „Im Zweifel für den Angeklagten“. Falls deine Katze nicht richtig frisst, können viele Probleme dahinter stecken, auch gesundheitlicher Art. Krankheiten oder Schmerzen führen dazu, dass eine Katze mäkelt und keinen Hunger oder Appetit verspürt. Prüfe also zunächst, ob deine Katze körperliche Beschwerden hat stelle sie, falls nötig, auch dem Tierarzt vor. Dies solltest du vor allem tun, wenn deine Katze länger als 24 Stunden gar nichts fressen mag.

Reduziere Stress

Auch Stress kann zu Appetitlosigkeit bei deiner Katze führen. Stressauslöser können andere, mit im Haushalt lebende Katzen, Hunde oder auch Kinder sein. Auch ein ungünstiger Futterplatz kann Stress bei der Katze hervorrufen. Sorge dafür, dass deine Katze ungestört fressen kann, auch und vor allem, wenn du mehrerer Stubentiger hast. Jede benötigt ihren eigenen Napf. Platziere die Futternäpfe an einem ruhigen Ort und nie in der Nähe der Katzentoilette.

Wechsel der Futtersorten

Wenn eine Katze mäkelt, probieren es viele Halter mit ständigen Wechseln der Futtersorten. Leider führt auch dies oft nicht zum Ziel. Zunächst einmal solltest du eine Sorte wählen, die grundsätzlich gesund und nährstoffreich ist, d.h. einen hohen Fleischanteil hat. Berücksichtige hierbei die Vorlieben deiner Katze, beispielsweise Fisch, Huhn oder Rind. Keinesfalls solltest du dich zum „Sklaven“ deiner Katze machen und laufend neue Sorten anschleppen, zumal die meisten Katzenhalter berichten, dass dies nichts bringt. Lege dich auf zwei bis drei Sorten fest und führe neue Sorten bzw. Marken immer in kleinen Portionen ein.

Feste Futterzeiten

Wenn deine Katze zu den Mäkel-Liesen gehört, könntest du feste Futterzeiten einführen. Stelle das Futter hin und lasse es maximal eine halbe Stunde stehen. Was bis dahin nicht aufgefressen wurde, kommt weg. Wenn du Glück hast, wird deine Katze schnell lernen, dass es nur zu diesen Zeiten etwas gibt und sonst nichts. Diese Methode hat sich in vielen Fällen recht gut bewährt. In den Zwischenzeiten musst du natürlich, falls die Katze mit ihrem baldigen Hungertod droht, konsequent bleiben.

Frische des Futters

Katzen sind Feinschmecker und viele rühren angebrochene Futterdosen oder Reste nicht mehr an. Deswegen achte auf Frische, falls deine Katze mäkelt. Verschließe offene Dosen gut, z.B. in einer Tupperdose, und stelle sie in den Kühlschrank. Offene Futterreste solltest du nach kurzer Zeit entsorgen, erst recht bei warmen Temperaturen. Halte auch die Näpfe immer sauber und füttere stets aus einem Napf ohne angetrocknete, muffige Reste. Die fleischhaltigen Reste bilden außerdem schnell Bakterien, die sich ungünstig auf Zähne und Zahnfleisch der Katze auswirken können.

Die Wahl der Futternäpfe

Tatsächlich kann sich die Wahl der Futternäpfe auf das Fressverhalten deiner Katze auswirken. Als erstes solltest du sämtliche Plastiknäpfe entsorgen und durch solche aus Keramik oder Edelstahl ersetzen. Plastiknäpfe können kleine Haarrisse bilden, in denen sich Futterreste festsetzen. Diese sondern mit der Zeit unangenehme Gerüche und auch Bakterien ab. Dieses Problem hast du bei Keramik nicht. Wichtig ist auch die passende Größe der Näpfe, die flach (max. 5 Zentimeter) und mindestens 12 Zentimeter im Durchmesser haben sollten. Zu kleine und hohe Näpfe sind sehr unangenehm an den Schnurrhaaren, wenn die Katze damit den Rand berührt.

Fazit

Das Mäkeln gehört scheinbar zum Zusammenleben mit einem Stubentiger mit dazu, denn fast alle Katzenhalter kennen das. Hier helfen nur ein gutes Nervenkostüm und ein bisschen Tricksen mit obigen Tipps. Viel Erfolg!