Akupunktur ist eine jahrtausendalte Heilmethode, basierend auf der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM). In der Humanheilkunde hat sie längst ihren festen Platz; inzwischen bieten sogar viele Allgemeinmediziner Akupunktur an. Auch für Tiere kann Akupunktur wertvolle Dienste leisten: Akupunktur für Hunde ist in vielen Bereichen eine sanfte und gleichzeitig wirksame Heilmethode. Erhalte hier einen Überblick über Akupunktur für Hunde.

Ausgleich der Energien im Körper

Die TCM geht davon aus, dass Gesundheit und Wohlbefinden von Mensch und Tier unter anderem vom Ausgleich der Energien im Körper abhängen. Sind diese aus dem Gleichgewicht geraten, d.h. fließt sie in den Energiebahnen (Meridianen) nur noch ungleichmäßig, kann Akupunktur das Gleichgewicht wieder herstellen. Denn bei der Akupunktur für Hunde setzt der Therapeut sehr dünne Nadeln vorsichtig in die Hautstelle der betreffenden Meridiane, so dass der Energiefluss wieder ausgeglichen werden kann.

Ursachen für Energiestau

Ist die Energie im Körper nicht mehr gleichmäßig verteilt, kann die Akupunktur beim Hund zum Einsatz kommen und wertvolle Hilfe leisten. Es gibt mehrere Faktoren, die ein körperliches oder seelisches Ungleichgewicht des Hundes hervorrufen können. Hierzu gehören beispielsweise Stress, Ängste, Erkrankungen aller Art, Rekonvaleszenz nach längerer Krankheit, uvm. Bitte beachte, dass Akupunktur für Hunde stets eine unterstützende Maßnahme ist. Du musst also den Ursachen auf den Grund gehen und diese so weit möglich beseitigen. Lebt dein Hund beispielsweise in einer andauernden Stresssituation, kann die Akupunktur ihm zwar Linderung und Entspannung verschaffen, jedoch ist es deine Aufgabe, die stressauslösende Situation für deinen Hund zu verändern.

So funktioniert Akupunktur für Hunde

Der Energiefluss in den Meridianen wird mithilfe der Akupunktur von außen über sehr dünne Nadeln gesteuert. Der Therapeut piekt die Nadeln vorsichtig in die Haut auf den betroffenen Meridian. Die Nadeln verbleiben so lange an Ort und Stelle, wie es am besten für den Körper ist. Idealerweise bleiben sie so lange drin, bis sie kippen oder von alleine abfallen. Der Therapeut sollte die Nadeln nicht zu früh einfach herausziehen, um vielleicht Zeit zu sparen. Akupunktur ist eine schmerzfreie und sehr sanfte, wenn auch wirksame Methode. Der Hund kann hierbei Entspannung erfahren, und oft genießen sie die Behandlung. Eine Linderung der Beschwerden kann schon unmittelbar nach der Anwendung eintreten. Mitunter benötigt der Hund anschließend ein bis zwei Tage, um die Wirkung der Akupunktur zu integrieren, in der er womöglich mehr ruht oder schläft. Auch eine kurzzeitige Erstverschlimmerung ist möglich. Richtig und sachkundig angewendet, ist Akupunktur frei von Nebenwirkungen.

Anwendungsbereiche

Akupunktur wird meist begleitend zu schulmedizinischen oder anderen naturheilkundlichen Verfahren angewendet. Es gibt einige Anwendungsbereiche, in denen sich Akupunktur für Hunde bewährt hat. Hierzu gehören beispielsweise:

  • chronische Schmerzen
  • Gelenkserkrankungen wie Arthrose oder Hüftdysplasie
  • Allergien und Atemwegserkrankungen
  • Seh- und Hörstörungen
  • altersbedingte Leiden
  • Epilepsie
  • Hormonelle Erkrankungen und Inkontinenz
  • Verhaltensauffälligkeiten

Einen guten Therapeuten finden

Akupunktur für Hunde ist eine zusätzliche Fachrichtung bei der Ausbildung zum Tierheilpraktiker. Ein umfangreiches Wissen über die Meridiane sowie über das Zusammenwirken von Körper, Geist und Seele sind für den Therapeuten von sehr großer Bedeutung. Akupunktur erfordert ein hohes Maß an Sachkenntnis und Feingefühl und gehört ausschließlich in fachkundige Hände eines Tierarztes oder Tierheilpraktikers. Achte daher darauf, dass der Therapeut über eine entsprechend fundierte Ausbildung und Erfahrung verfügt. Vor jeder Behandlung muss eine ausführliche Erstanamnese stehen, bei der sich der Therapeut einen Gesamtüberblick über die Lebenssituation und den Gesundheitszustand des Hundes verschafft.

Fazit

Von vielen immer noch als Humbug abgetan, kann Akupunktur als uralte Heilmethode gute Dienste leisten, um die Lebensqualität und Selbstheilungskräfte des Hundes zu steigern. Eine Behandlung kostet rund 70 bis 80 Euro, die Erstanamnese ist meist etwas teurer. Lasse dich im Fall der Fälle beraten, ob Akupunktur für deinen Hund die Methode der Wahl sein kann.

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Über den Autor / die Autorin → Andrea Schubert
Ich liebe Tiere sehr und hatte Kaninchen, Meeris, Hunde, Katzen und ein Pferd. Vor einigen Jahren habe ich bereits Beiträge für ein Haustier-Printmagazin geschrieben.