Was wir von Kleintieren wie Hamstern & Co. kennen, erobert nun auch die Katzenwelt: das Katzenlaufrad. Vor allem Wohnungskatzen sollen mithilfe dieses Gerätes in Schwung gebracht und fit gehalten werden. Doch ist ein Katzenlaufrad wirklich sinnvoll gegen Trägheit und Langeweile oder kannst du auf diese nicht ganz kostengünstige Anschaffung verzichten?

Der Sinn des Katzenlaufrads

Viele Katzen leiden an Übergewicht – Tendenz steigend. Fehlernährung sowie zu wenig Bewegung führen dazu, dass Katzen leicht zu dick werden, was zu allerlei Folgeerscheinungen und gesundheitlichen Beeinträchtigungen führen kann. Vor allem Wohnungskatzen haben oft zu wenig Bewegung; zum einen fehlt die Motivation oder Animation, zum anderen oft einfach der Platz. Ein Katzenlaufrad soll hier Abhilfe schaffen.

Merkmale des Katzenlaufrads

Wie ein Hamsterrad auch, hat das Laufrad für die Katze in der Mitte ein Kugellager, um das es sich dreht. Zumeist sind sie aus Holz oder robustem Kunstsoff gefertigt und haben eine rutschfeste, geschlossene Lauffläche. Nach vorne ist das Rad offen, so dass die Katze bequem hinein und hinaus kommt. Entscheidend neben dem Material und einem leise laufenden Kugellager ist die Größe: Das Katzenlaufrad muss einen Durchmesser von mindestens 1,40 Meter haben, damit die Katze keine Schäden an der Wirbelsäule davonträgt. Größere Katzenrassen benötigen einen noch größeren Durchmesser – zu groß gibt es hierbei nicht. Gute Hersteller beraten hinsichtlich der passenden Größe für deine Katze.

Erste Bekanntschaft deiner Katze mit dem Laufrad

Katzen als typische Beutegreifer lieben es, zum Spielen und Bewegen animiert zu werden. Nachdem deine Katze ihr neues Trainingsgerät beschnuppert hat, kannst du sie mit einem Leckerli oder Spielzeug dazu animieren, ihre erste Runde im Laufrad zu drehen. Falls deine Katze eher ängstlich ist, kannst du das Laufrad zunächst festhalten oder fixieren, damit es sich nicht dreht. Sorge in jedem Fall für eine positive erste Erfahrung. Nach und nach wird deine Katze nun lernen, dass sie das Tempo in ihrem Laufrad selbst steuern und ihre Runden darin drehen kann. Falls sie bald das erste Interesse wieder verliert, solltest du sie immer wieder motivieren, ihr Laufrad zu benutzen, indem du es in euer tägliches Spiel mit einbaust.

Tipps zum Kauf eines Katzenlaufrades

In erster Linie muss der Durchmesser große genug sein, damit sich die Wirbelsäule des Tieres nicht durchbiegt. Zudem sollten die Kugellager leise und sanft laufen. Auch das zugelassene Katzengewicht spielt eine Rolle. Achte auf eine geschlossene und rutschfeste und leicht zu reinigende Lauffläche sowie gute Standfestigkeit des Rades. Manche lassen sich auch an der Wand befestigen. Statt ein Kunststoffrad zu kaufen, achte auf nachhaltiges Material wie beispielsweise Holz. 

Katzenlaufräder sind Geschmacksache

Die Anschaffung eines Laufrades will gut überlegt sein, denn ein gutes Katzenlaufrad kostet ab 300 Euro aufwärts. Es muss vom Platz her gut untergebracht sein, und zwar dort, wo sich deine Katze vornehmlich aufhält. Außerdem können sich nicht alle Katzen für das neue Fitnessgerät begeistern, was für dich ein gewisses Anschaffungsrisiko bedeutet. Andererseits kann ein Laufrad auch viele Vorteile haben: Deine Katze hält sich fit, trainiert die Muskeln, hat eine willkommene Abwechslung, und es hilft bei Übergewicht. Einen Versuch ist es allemal wert, denn im Zweifel kannst du das Laufrad, falls deine Katze gar nichts damit anzufangen weiß, an jemand anderen weitergeben.