Der Sheltie ist trotz seiner eher geringen Größe ein ausdauernder und intelligenter Hütehund. Sein freundliches und treues Wesen hat ihn außerdem zu einem beliebten Familienhund gemacht. Er möchte jedoch regelmäßig beschäftigt und gefordert werden, zum Beispiel bei ausgiebigen Spaziergängen oder – noch besser – beim Hundesport.

Steckbrief

Anderer Name: Shetland Sheepdog
Ursprungsland
: Shetland-Inseln, Schottland, Großbritannien
Einordnung: kleine Hunderasse
Größe: Idealgröße 35,5 cm (Hündinnen) und 37 cm (Rüden)
Gewicht: 6 bis 9 kg
Lebenserwartung: 12 bis 14 Jahre
Fell: langes Fell, viel Unterwolle, üppige Mähne und Halskrause; verschiedene Farben; oft weiße Abzeichen an Kopf, Nacken, Läufen oder Schwanzspitze
Charakter: sportlich, ausdauernd, lebhaft, intelligent, wachsam, menschenfreundlich
Verwendung früher: Hütehund
Verwendung heute: Familienhund, Hundesport, Ausstellungshund, Begleithund, Hütehund
FCI-Standard: 88
FCI-Gruppe 1: Hütehunde und Treibhunde (ohne Schweizer Sennenhunde)
FCI-Sektion 1: Schäferhunde (ohne Arbeitsprüfung)

Herkunft und Rassegeschichte

Der volle Name Shetland Sheepdog verrät die ursprüngliche Herkunft der kleinen, ausdauernden und intelligenten Hunde. Die Shetland Inseln liegen vor Schottland am Übergang von der Nordsee zum Atlantik und gehören zu Großbritannien. In der Heimat des Shelties herrscht ein raues Klima mit viel Regen und Temperaturen, die selbst im Sommer meist unter 20 Grad Celsius liegen. Shelties erinnern an einen Collie im Miniaturformat, und tatsächlich gehen die frühen Züchtungen auf diese Rasse sowie auf Einkreuzungen von Zwergspaniel, Papillon und Zwergspitz zurück.

Rassetypisches Erscheinungsbild und Charaktereigenschaften

Beschreibung 

Shelties besitzen aufgrund ihrer ursprünglichen Herkunft ein volles und wärmendes Haarkleid, das sie perfekt vor Wind und Wetter schützt. Die dichte und weiche Unterwolle wärmt auch bei sehr kalten Temperaturen, und das lange und harte Deckhaar schützt den Sheltie vor Nässe. Vor allem die stattliche Mähne und Halskrause der kleinen Hunde sorgen für das typische Aussehen.

Charakter und Wesen

Die Eigenschaften eines Hütehundes sind fest im Wesen der Shetland Sheepdogs verankert. Sie sind sehr arbeitswillig und möchten beschäftigt werden. Dabei ist der Sheltie sehr ausdauernd. Er bindet sich zudem eng an seine Familie oder eher noch an eine Bezugsperson und ist Fremden gegenüber meist zurückhaltend. Auch als Wachhunde eignen sich die intelligenten Hunde.

Fellfarbe und Fellpflege

Der Rassestandard erlaubt verschiedene Farben. So gibt es die Shelties in Brauntönen, schwarz-weiß, tricolor (dreifarbig schwarz-weiß-braun) oder Blue Merle. Weiße Abzeichen an Kopf, Nacken, Läufen oder Schwanzspitze sind durchaus erwünscht und häufig zu sehen.

Das lange Haar ist weniger pflegeintensiv, als es auf den ersten Blick scheint. Natürlich solltest du es als Hundehalter regelmäßig bürsten, hier reicht meist jedoch ein- bis zweimal pro Woche aus. Der Fellwechsel findet zweimal im Jahr statt und erfordert vermehrtes Bürsten.

Optimale Haltungsbedingungen

Trotz der geringen Größe ist der Sheltie kein Schoßhund. Viel wohler fühlt er sich, wenn er aktiv arbeiten und lernen kann. Deshalb sind ausdauernde Spaziergänge das Mindeste, was du ihm bieten musst. Noch besser sind natürlich Hundesport wie Agility oder auch gemeinsame sportliche Aktivitäten wie Joggen oder Wandern. Wenn Shelties körperlich und geistig ausgelastet sind, fühlen sie sich auch in einer Stadtwohnung wohl.

Erziehung

Da diese Hunde ihrem Herrchen gefallen möchten und gerne gelobt werden, sind sie beim Training sehr eifrig dabei. Sie sind somit auch gut für Anfänger in der Hundehaltung und -erziehung geeignet. Sowohl bei Gehorsamkeitsübungen als auch bei Zirkustricks lernen Shelties gerne und schnell mit ihrem Menschen.

Ernährung

Bei der Ernährung eines Shelties muss nichts Spezielles beachtet werden. Dass du als Tierhalter Wert auf eine ausgewogene und gesunde Ernährung deines Hundes legst, sollte selbstverständlich sein.

Rassetypische Krankheiten und Vorbeugung

Leider gibt es Krankheiten, die vermehrt bei dieser Rasse auftreten. Dazu gehören die Dermatomyositis, eine Erkrankung von Haut und/oder Muskeln, die allerdings in der Regel nicht allzu schwer verläuft. Auch kommt der sogenannte MDR1-Gendefekt vor, der dazu führen kann, dass manche Medikamente wie Antiwurmmittel eine zu hohe Wirkung haben. Auch die Collie-Eye-Anomaly, die die Sehkraft beeinträchtigen oder zur Blindheit führen kann, tritt teilweise bei Shelties auf.

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