Bilder oder Filme von Schlitten ziehenden Hunden sind uns durchaus vertraut. Gerade nordische Hunderassen wie der Husky sind dafür bekannt, diese Art der Bewegung zu mögen. Doch auch andere lauffreudige Hunderassen können ihren Spaß daran haben, so dass immer mehr Hundefreunde den Dogscooter für sich entdecken? Was ist ein Dogscooter und für welche Mensch-Hunde-Gespanne ist er geeignet?

Was ist ein Dogscooter?

Ein Dogscooter ist eine Art Roller, an dem der Hund mit spezieller Ausrüstung befestigt wird, um diesen zu ziehen. Der Hundeführer lenkt sowohl den Hund als auch den Roller. Hierbei kann das Gespann sowohl asphaltierte Strecken als auch Wiesen oder Waldwege befahren. Mit der richtigen Ausrüstung und viel Vertrauen zwischen Mensch und Hund kann das Ziehen mit dem Dogscooter jede Menge Spaß machen.

Welche Voraussetzungen sind nötig?

In erster Linie muss der Hund gesund sein, bevor er vor den Dogscooter gespannt wird. Zudem dürfen nur ausgewachsene Hunde das Gefährt ziehen, da anderenfalls Schäden an den Gelenken entstehen können. Die Rasse selbst spielt keine Rolle, jedoch sollte der Hund zu den mittelgroßen bis großen Exemplaren gehören; also alles ab Retriever-Größe ist theoretisch körperlich dazu in der Lage, einen Dogscooter mit Mensch zu ziehen. Ein Hund kann übrigens rund das Vierfache seines Eigengewichtes ziehen, nordische Hunderassen bis zum Neunfachen ihres Körpergewichtes. Wiegt dein Hund also 35 Kilogramm, kann er rund 140 Kilogramm ziehen. Zudem muss der Hund lauffreudig sein und Spaß am Zughundesport haben. Auch als Hundehalter und Lenker musst du eine gewisse Sportlichkeit mitbringen.

Welche Ausrüstung benötigst du?

Wenn du mit deinem Hund Dogscootern möchtest, musst du für dich und deinen Hund eine passende Ausrüstung haben. Dies gilt auch für das Üben, denn wenn dein Hund bei der Testfahrt aufgrund schmerzender Ausrüstung eine unangenehme Erfahrung macht, ist der Spaß vorbei, bevor er angefangen hat. Das Wichtigste ist das passende Zuggeschirr für deinen Hund und es muss individuell angepasst sein. Am besten lässt du dies von einem Fachmann erledigen. Wenn du regelmäßig trainierst, wird dein Hund mehr Muskeln aufbauen, weswegen du den Sitz des Geschirrs regelmäßig prüfen solltest, damit nichts drückt oder schmerzt und gesundheitliche Schäden verursacht. Als Hundeführer brauchst du beim Dogscootern robuste und schmutzunempfindliche Kleidung. Außerdem ist das Tragen einer Schutzbrille ratsam, da Staub oder Steinchen in deine Augen geraten können.

Wie startest du das Training?

Zuerst einmal musst du selbst die Handhabung des Dogscooters üben und dich damit vertraut machen, und das ohne deinen Hund. Auch wenn du und dein Hund ein eingespieltes Team seid: Wenn du mit dem Dogscootern beginnst, lasse dich von einem fachkundigen Trainer einweisen. Denn dein Hund muss lernen, sich anschirren zu lassen und wie er sich beim Ziehen verhalten muss. Du musst lernen, wie du deine Kommandos so setzt, dass dein Hund sie versteht, ohne Strafe oder Härte. Gehe hier unbedingt auf Nummer Sicher, damit es weder zu Unfällen noch zu Verletzungen kommt.

Welche Arten von Dogscootern gibt es?

Dogscooter gibt es in mehreren Ausführungen und Preisklassen, von rund 120 Euro bis an die 300 Euro. Lasse dich im Fachhandel über die verschiedenen Modelle und Ausführungen beraten, damit du den für dich und deinen Hund passenden Roller mit der entsprechenden Ausrüstung findest. Übrigens lassen sich Dogscooter leicht mit dem Auto transportieren, so dass du stets neue Strecken erkunden kannst.

Weitere Tipps zum Dogscootern

Wie bei allen anderen Hundesportarten gilt, dass auch beim Dogscootern das Wohl des Hundes an erster Stelle stehen muss. Der Sport darf der Gesundheit des Hundes keinesfalls schaden. Lasse deinen Hund in jedem Fall tierärztlich durchchecken, bevor du loslegst. Weiterhin achte darauf, Zughundesport bei Temperaturen über 15 Grad zu vermeiden. Zudem sollte dein Hund nur kurze Strecken auf Asphalt laufen, um Pfoten und Gelenke zu schonen. Und last but not least muss dein Hund einfach Spaß an diesem Sport haben.

Fazit

Heute ist der Hund in erster Linie ein treuer Begleiter und geliebtes Familienmitglied, während manche Rassen früher in erster Linie arbeiten mussten. Doch auch heute noch wollen Hunde arbeiten, d.h. entsprechend  ihrer rassebedingten Anlagen und körperlichen Möglichkeiten beschäftigt werden. Leider sind viele Hunde nicht ausgelastet und unterfordert. Dogscootern kann daher eine tolle Möglichkeit sein, mit seinem Hund neue Abenteuer zu erleben.