Nicht jeder steht auf flauschiges Fell von vierbeinigen Mitbewohnern, sondern mag es lieber individueller: Fischhaltung in hübschen Aquarien ist äußerst beliebt und ein wirklich interessantes und anspruchsvolles Hobby. Wenn du in die Fischhaltung einsteigen und dein eigenes Aquarium einrichten möchtest, schau dir zum Einstieg unsere Tipps für das Einrichten eines Aquariums für Anfänger an.

Bevor es los geht

Du hast dich entschieden und möchtest Fische in deiner Wohnung halten? Dann gibt es im Vorfeld, bevor du einkaufen gehst, einige Dinge zu planen. Das Aquarium für Anfänger sollte möglichst einfach, aber dennoch den Anforderungen der Fische entsprechend gestaltet sein.

Das Aquarium für Anfänger

Ein hübsch eingerichtetes und beleuchtetes Aquarium ist ein toller Blickfang. Damit sich deine Fische darin auch wohlfühlen, gibt es einiges zu bedenken. Die Größe deines Aquariums ist abhängig von der Fischart und -anzahl. Gruppen von 10-15 Fischen sind ideal. Das ideale Volumen deines ersten Aquariums beträgt 100 bis 200 Liter. Je größer das Aquarium ist, desto schwerer wird es: Ein 400-Liter-Becken wiegt rund 500 Kilogramm, was bedeutet, dass der Fußboden das Gewicht auch tragen können muss. Wichtig ist auch der Standort deines Aquariums: Es sollte nicht praller Sonneneinstrahlung ausgesetzt sein und du musst es gut erreichen können, um es zu reinigen und zu pflegen. Als Aquarianer solltest du zudem eine spezielle Hausratversicherung abschließen, falls dein Becken einmal undicht werden oder zu Bruch gehen sollte.

Was kommt rein ins Aquarium für Anfänger?

Rein gestalterisch kannst du deiner Fantasie freien Lauf lassen, sofern du deinen Fischen alles das anbietest, was sie benötigen, um munter ihre Runden zu drehen. Ein Aquarium für Anfänger benötigt einen Bodensatz aus gut gewaschenem Kies oder Sand sowie geeignete Pflanzen, Wurzeln und Steine. Sie dienen deinen Fischen als Höhle und Schutzraum. Unverzichtbar ist die richtige Beleuchtung sowie ein Filter- und Heizsystem. Gerade für Neulinge bietet der Fachhandel entsprechende Aquarien für Anfänger bzw. Komplettsets an, die dir den Einstieg erleichtern.

Hauptbestandteil: das Wasser

Es ist nicht damit getan, einfach Wasser in dein Aquarium zu kippen. Zunächst besorge dir im Fachhandel Teststreifen, mit denen du regelmäßig die Qualität und den ph-Wert deines Wassers überprüfen kannst. Denn je nach Fischart muss das Wasser einen bestimmten ph-Wert haben. Auch die Wasserhärte an deinem Wohnort, die Futtersorten und Pflanzen haben Einfluss auf die Wasserqualität im Becken. Bevor deine Fische einziehen, lasse sich den Zustand des Wassers erst entwickeln und warte rund zwei Wochen, bevor du die ersten Fische ins Aquarium setzt. Hierbei ist zu beachten, nicht alle Fische auf einmal einzusetzen, sondern erst nach und nach. Der Grund ist, dass die Ausscheidungen der Fische Einfluss auf die Wasserqualität haben, und eine plötzlich zu große Menge an Ausscheidungen den Fischen schaden kann.

Deine Fische

Auch ein Fisch ist ein empfindungsfähiges und fühlendes Lebewesen. Mehr noch als andere Tierarten, die besser entwickelte Möglichkeiten haben, mit dem Menschen zu kommunizieren, sind Fische ganz besonders auf artgerechte Haltung und Pflege angewiesen. Zudem solltest du beim Kauf auf die Herkunft deiner Fische achten. Immer noch werden jährlich Millionen von Fischen wild gefangen und auf langem Wege in die Zooläden transportiert. Zum einen gefährdet dieses Vorgehen die natürlichen Bestände, zum anderen bedeuten die extrem langen Transportwege großen Stress für die Tiere, und viele sterben dabei qualvoll. Wer die Reise geschafft hat, wird krankheitsanfälliger und hat meist eine verkürzte Lebenserwartung. Am besten kaufst du deine Fische bei einem Züchter in deiner Nähe, nicht aus dem Ausland. Diese Fische sind die hiesigen Lebensumstände und Wasserqualitäten gewöhnt, sind robuster und gesund. In einem Aquarium für Anfänger fühlen sich pflegeleichte Fischarten wie beispielsweise Guppys am wohlsten, die zudem für Neulinge leicht zu pflegen sind. Lasse dich gut beraten, welche Fischarten ggf. gut zusammen passen, wenn du dein Aquarium etwas bunter gestalten willst.

Faktor Zeit

Wie jedes andere Haustier auch, brauchen deine Fische und das Aquarium regelmäßig Zeit für Reinigung und Pflege. Plane diese Zeit hierfür ein bzw. frage dich, ob du diese Zeit in deinem Alltag aufwenden kannst. Hier findest du Tipps zum Reinigen deines Aquariums.

Rat und Hilfe suchen

Gerade am Anfang ist gute Information und Planung das A und O, um typische Fehler in der Fischhaltung zu vermeiden. Neben zahlreichen Büchern über Aquaristik gibt es gute Internet-Foren und Aquarienvereine, die alle mit Rat und Tat zur Seite stehen. Empfehlenswert ist auch dieses Merkblatt des Deutschen Tierschutzbundes, bevor du in die Fischhaltung einsteigst. Scheue dich nicht, dir guten Rat von erfahrenen Aquarianern zu holen, damit du lange Freude an deinen schillernden, schwimmenden Mitbewohnern hast.

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Über den Autor / die Autorin → Andrea Schubert
Ich liebe Tiere sehr und hatte Kaninchen, Meeris, Hunde, Katzen und ein Pferd. Vor einigen Jahren habe ich bereits Beiträge für ein Haustier-Printmagazin geschrieben.