Meistens beginnt sie im Frühsommer: die Fuchsräude. Hierbei handelt es sich um eine hoch ansteckende Krankheit. Für den Fuchs selbst verläuft sie zumeist tödlich und Hunde und auch ihre Halter können sich mit dem Erreger infizieren. Lies hier, wie du vorbeugen kannst.

Was ist Fuchsräude? 

Es handelt sich um eine parasitäre Hauterkrankung, die in erster Linie zwischen den Füchsen selbst übertragen wird. Sie wird durch die Grab- oder Räudemilbe (Sarkoptes-Milbe) ausgelöst und führt meist innerhalb weniger Wochen zum Tod des erkrankten Fuchses. Für Hunde ist die Fuchsräude insofern gefährlich, als dass der Kontakt zu einem Fuchsbau oder den Hinterlassenschaften des befallenen Wildtieres ausreicht. 

Übertragbar auf Hund und Mensch

Hunde, vor allem unangeleint, sind gern in Wald und Flur unterwegs, immer mit der Nase am Boden oder im Gebüsch. Kommt der Hund mit der Grabmilbe in Kontakt, baut diese in der Haut des Hundes Gänge, um ihre Eier dort abzulegen. Dies führt zu extremem Juckreiz oder auch allergischen Reaktionen, der so weit gehen kann, dass betroffene Hunde sich blutig kratzen. Die Grabmilde ist auch auf den Menschen übertragbar: Sobald du deinen Hund berührst oder streichelst, können sie sich auch in deiner Haut niederlassen und zu starkem Juckreiz, Quaddeln, Pusteln oder Krusten führen. Wenn du diese Symptome bei dir selbst bemerkst, begib dich ebenfalls in ärztliche Behandlung.

Behandlung von Fuchsräude

Falls du bei deinem Hund plötzlichen, starken Juckreiz bemerkst, stelle ihn unverzüglich deinem Tierarzt vor. Denn Fuchsräude ist zwar hoch ansteckend, aber auch gut zu behandeln. Oftmals reicht eine orale Einnahme entsprechender Wirkstoffe, um die Grabmilben unschädlich zu machen. Ergänzend dazu solltest du alle Sachen deines Hundes wie Decken, Körbchen, Bürsten, Spielsachen etc. gründlich reinigen und desinfizieren.

So kannst du vorbeugen

Sofern dir bekannt ist, dass in bestimmten Gegenden aktuell Fuchsräude aufgetreten ist, leine deinen Hund dort unbedingt an. Vermeide, dass er zu tief ist Buschwerk hineinläuft und bleibe mit ihm auf den Wegen. Inwiefern im Sommer vorbeugender Schutz gegen Parasitenbefall nützlich oder möglich ist, besprich am besten mit deinem Tierarzt.