Hamster sind schon allein aufgrund ihrer Größe recht empfindlich für Krankheiten und ein so kleiner Körper ist schnell geschwächt. Eine recht häufige und gefährliche Erkrankung ist die Gebärmutterentzündung beim Hamster. Lies hier, wie du sie erkennst, wie du deinem Hamster helfen kannst und wie die Prognosen sind. 

Gebärmutterentzündungen kommen häufig vor

Gynäkologische Erkrankungen bei weiblichen Hamstern kommen relativ häufig vor. In erster Linie treten Zysten oder Tumore an Eierstöcken oder der Gebärmutter auf, wobei diese hormonelle oder infektiöse Ursachen haben. Erfahrungen aus der tierärztlichen Praxis zeigen, dass auch Jungtiere daran erkranken können. 

Symptome einer Gebärmutterentzündung beim Hamster

Hamster zeigen erst recht spät, wenn etwas mit ihnen nicht in Ordnung ist. Hinzu kommt, dass die Tiere nachtaktiv und daher mitunter schlecht zu beobachten sind. Umso wichtiger ist es, dass du deinen Hamster regelmäßig in Augenschein nimmst. Im Falle einer Gebärmutterentzündung können folgende Symptome einzeln oder gebündelt auftreten:

  • vergrößerter Bauchumfang
  • Verdauungsprobleme mit Gewichtsabnahme
  • wackeliger oder schiefer Gang
  • nach oben gebogener Rücken
  • vaginale Blutungen oder Ausfluss
  • verklebtes Fell
  • auffallende Inaktivität und Appetitlosigkeit

Behandlung einer Gebärmutterentzündung beim Hamster

Falls du eines oder mehrere dieser Symptome bei deinem Hamster feststellst, stelle ihn bitte sofort einem möglichst hamsterkundigen Tierarzt vor. Mithilfe einer Röntgen- oder Ultraschallaufnahme kann der Tierarzt feststellen, ob und in welchem Maße die inneren Organe betroffen sind. Je früher die Gebärmutterentzündung beim Hamster erkannt wird, desto besser stehen seine Überlebenschancen. Mit Glück reichen Antibiotika aus, ansonsten wird der Tierarzt die Gebärmutter und Eierstöcke operativ entfernen. 

Prognose bei Gebärmutterentzündung

Je früher die Erkrankung erkannt und behandelt wird, desto besser. Medikamentöse Behandlungen zeigen leider meist keinen dauerhaften Erfolg und die Entzündung kehrt oft nach geraumer Zeit zurück. Operationen mit anschließender Antibiotikagabe stellen für solch kleine Tiere immer eine große Belastung dar, zumal die Lebenserwartung rund zwei Jahre beträgt und ein Hamster mit über einem Jahr schon ein älteres Semester ist. Somit erholen sich viele Hamsterdamen von einer Gebärmutterentzündung leider nicht mehr. 

Gesundheitsvorsorge beim Hamster

Natürlich gibt  es keine Garantien für ein langes und gesundes Hamsterleben. Dennoch solltest du deinen Teil dazu beitragen. Hierzu gehören in erster Linie eine artgerechte Haltung, gesunde Ernährung und ein regelmäßiger Gesundheits-Check. Diesen kannst du selbst durchführen, indem du deinen Hamster mindestens einer „Sichtprüfung“ unterziehst und ihn, wenn möglich, auch vorsichtig auf die Hand nimmst und Fell, Augen, Ohren etc. überprüfst. Außerdem solltest du deinen Hamster regelmäßig wiegen und das Gewicht notieren.