Die Katze maunzt kläglich in ihrem Katzenkorb auf dem Weg zum Tierarzt. Selbst der Weg in die Transportbox hinein ist nicht immer einfach. Diese Situation kennt jeder Katzenhalter. Da stellen sich viele Halter aus gutem Grund die Frage: Hat die Katze Angst vorm Tierarzt?

Katzen haben Angst

Katzen empfinden, wie wir Menschen auch, Angst. Und wie auch die meisten Menschen gehen Katzen nicht gerade gerne zum Arzt. Katzen haben ein besonders gutes Gedächtnis. Sie wissen sehr genau, dass der Besuch beim Arzt mit Stress, fremden Gerüchen und vielleicht auch einem kleinen Schmerz verbunden ist. Schon allein die Tatsache, dass die Katzenbox im Flur steht, lässt bei der Katze alle Alarmglocken schrillen. Das Tier ist dann in wenigen Sekunden verschwunden und nicht so leicht auffindbar.

Was kannst du als Katzenhalter tun?

Es stellt sich die Frage, wie du als Katzenhalter am besten reagierst und der Katze einen möglichst stressfreien Besuch beim Tierarzt ermöglichen kannst. Ein guter Tipp ist es, die Katze im Alltag auf den Besuch vorzubereiten. Bürste und berühre deine Katze also immer wieder (wohl dosiert und sofern sie das toleriert), schaue ihr vorsichtig in die Ohren oder die Maulhöhle. Somit sind die Griffe des Tierarztes für das Tier nicht so ungewohnt. Auch wichtig: Plane die Tierarztbesuche gut ein und nehme dir entsprechend Zeit dafür. Katzen verfügen über den sogenannten siebten Sinn und haben ein feines Gespür für die Stimmung ihrer Bezugsperson. Wenn du also gestresst bist, wirkt sich das auch auf die Katze aus. Hat deine Katze Angst vorm Tierarzt, können ihr diese Maßnahmen helfen.

Wie kannst du der Katze helfen?

Ein regelmäßiger Bezug beim Tierarzt muss leider sein. Wer die Katze schonen möchte und dafür nur sehr selten zum Tierarzt geht, riskiert, dass Krankheiten zu spät oder gar nicht erkannt werden. Sorge für eine bequeme Katzenbox mit genügend Sichtfenster nach außen. Damit die Box an sich ihren Schrecken verliert, kannst du sie der Katze dauerhaft als Schlafplatz in der Wohnung zur Verfügung stellen. So verbindet deine Katze etwas Angenehmes damit und gerät nicht in Panik, sobald du die Box aus dem Keller holst. Wenn die Katze im Auto besonders kläglich maunzt, ist es ratsam, wenn noch eine weitere Bezugsperson mitfährt, so dass du neben der Katzenbox Platz nehmen und beruhigend mit deiner Katze sprechen kannst. Deine Stimme kommt ihr vertraut vor und nimmt ihr ein wenig das ungute Gefühl.

Die Wahl eines guten Tierarztes

Wie auch bei Menschen gibt es gute und eher ungeeignete Tierärzte. Ein guter Tierarzt nimmt sich Zeit für jede Untersuchung und lässt dem Tier ein wenig Zeit, sich in der neuen Umgebung zurecht zu finden. Wenn die Katze Angst vorm Tierarzt hat, ist dies schon ein weiterer großer Pluspunkt. Die meisten Tierärzte behandeln viele Tierarten, von der exotischen Schlange über Hunde und Katzen, bis hin zu Kleintieren. Entsprechend viele Tiere sind also auch im Wartezimmer anzutreffen. Die fremden Gerüche und Geräusche der Tiere lösen bei der Katze enormen Stress aus. Besonders bellende Hunde lassen die Katze in Panik geraten, zumal sie aus der Katzenbox nicht fliehen und auch nicht richtig sehen kann, wo welche Gefahr lauert.

In manchen Praxen behandeln Tierärzte ausschließlich Katzen oder bieten Sprechstundenzeiten an, zu denen nur Katzen behandelt werden. Katzengeeignete Praxen sind im Rahmen einer Initiative vom Bundesverband Praktizierender Tierärzte e.V. mit dem „Service PLUS für Katzen“-Siegel ausgezeichnet worden. Achte also bei deinem nächsten Besuch beim Tierarzt einmal darauf, ob deine Praxis über das Label verfügt.

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