Das Herz ist das Zentrum des menschlichen und tierischen Organismus. Ohne seine einwandfreie Funktion geht nichts, beziehungsweise wird es schwierig. Dies betrifft auch das Leben eines Hundes, sofern er an Herzerkrankungen leidet. Woran kannst du Herzerkrankungen beim Hund erkennen und wie lassen sie sich behandeln? Wie kannst du vorbeugen?

Was bedeutet herzkrank?

Anders als bei uns Menschen, wo Herz-/Kreislauferkrankungen an zweiter Stelle (nach Krebserkrankungen) stehen, erleidet „nur“ rund jeder zehnte Hund in seinem Leben eine Herzkrankheit. Hiervon sind rund 85% erworben und nur rund 15% angeboren – wobei „angeboren“ bedeutet, dass diese aufgrund diverser Umwelteinflüsse während der Trächtigkeit der Hündin entstanden sein können und nicht genetisch vererbt sein müssen. Ist ein Hund herzkrank, bedeutet dies, dass das Herz zu wenig nähr- und sauerstoffreiches Blut in die Organe pumpt und Abfallprodukte des Stoffwechsels unzureichend abtransportiert. Somit bekommt der Körper des Hundes zu wenig Sauerstoff. Dies wird Herzinsuffizienz genannt.

Symptome von Herzerkrankungen beim Hund

Meistens dauert es recht lang, bis jemand erkennt, dass der Hund herzkrank sein könnte. Dies liegt daran, dass die Symptome recht unspezifisch sind und auch anderen Beschwerden zugeordnet werden können. Folgende Symptome können auf eine Herzinsuffizienz hinweisen:

  • verringerte Leistungsfähigkeit
  • schnellere Ermüdung
  • vermehrtes Hecheln schon bei kleinster Anstrengung
  • dauernde oder phasenweise Appetitlosigkeit
  • verlangsamte Bewegungen und häufigeres Stehenbleiben
  • auffallend häufiges Husten

Falls dir diese Symptome auffallen, solltest du deinen Hund einem Tierarzt vorstellen. Moderne Tiermedizin kann Herzerkrankungen beim Hund mithilfe von EKG, Röntgen oder Ultraschall bereits im Frühstadium sehr gut diagnostizieren.

Welche Hunderassen werden herzkrank?

Es kommt auf die Art der Herzerkrankung an, welche Rassen primär betroffen sind. Größere Rassen, auch jüngeren Alters, leiden primär an einer Herzmuskelschwäche, wobei die zu dünne Herzwand zu wenig Blut in den Organismus pumpt, die Herzkammer sich weitet und es zu Herzrhythmusstörungen kommt. Kleinere Hunderassen und auch ältere Hunde sind eher von Herzklappenerkrankungen betroffen. Hierbei schließt die verdickte Herzklappe nicht mehr ausreichend, weswegen das Blut in die Organe zurückfließt. 

Loading component ...

Herzkrankheiten als Notfall

Eine Herzinsuffizienz kann zu einem medizinischen Notfall werden. An folgenden Symptomen kannst du dies erkennen:

  • plötzliche pumpende Atmung
  • Schwäche mit Ohnmacht
  • blau verfärbte Zunge
  • Apathie
  • keine Reaktion des Hundes auf Ansprache

In diesem Fall rufe bitte umgehend den Tierarzt-Notdienst an. Wie beim Menschen auch, zählt hier jede Sekunde. Nützliche Tipps zur Ersten Hilfe beim Hund findest du hier.

Herzerkrankungen beim Hund vorbeugen

Wie bei fast allen anderen Krankheiten und Beschwerden gilt auch bei Herzerkrankungen: gesunde Ernährung, ausreichende und passende Bewegung, Idealgewicht, geistige Auslastung und möglichst wenig Stress sind die besten vorbeugenden Maßnahmen zum Schutz des Hundeherzes und der körperlichen Gesundheit. Hat der Tierarzt eine Herzerkrankung diagnostiziert, wird er die für den Hund beste Therapie zusammenstellen. Neben den passenden Medikamenten kann eine angepasste taurinreiche und natrium- und salzarme Ernährung unterstützend wirken. Die täglichen Runden sollten eher häufiger und kürzer sein, als länger und weniger. Vermeide Gassirunden bei Sommerhitze und hoher Luftfeuchtigkeit und lege dieser besser in die kühlen Morgen- und Abendstunden.

Fazit

Es braucht einen guten Blick, um Herzerkrankungen beim Hund zu erkennen. Du kennst deinen Hund am besten und wirst schnell spüren, wenn mit ihm etwas nicht stimmt. Zögere in diesem Fall nicht, deinen Hund tierärztlich durchchecken zu lassen.