Falls du dich mit dem Gedanken trägst, eine Samtpfote zu adoptieren, wirst du dir wahrscheinlich zuerst die Frage stellen, ob es eine Katze oder ein Kater sein soll. Auch wenn jedes Tier seine eigene Persönlichkeit hat, auf die es in erster Linie ankommt, gibt es ein paar merkliche Unterschiede zwischen Katze und Kater. Welche das sind, und wie du herausfindest, ob eine Katze oder ein Kater verträglicher ist, liest du hier.

Katzen: unabhängig und eigenwillig

Ein weibliches Tier, die Kätzin, ist generell unabhängiger als ein männlicher Artgenosse. Auch neigt sie eher zu Launenhaftigkeit. Doch natürlich sind auch tiefe Freundschaften zwischen Mensch und Kätzin möglich, wobei die Kätzin meist selbst entscheidet, wann und in welcher Form sie Streicheleinheiten möchte. Ist sie ein Freigänger, wird sie dir gern Geschenke in Form von kleinen Beutetieren mitbringen, was Kater viel seltener tun. Für eine Kätzin ist dies ein Ausdruck von Zuneigung ihrem Menschen gegenüber. Vorteil bei weiblichen Katzen ist, dass ihr Radius beim Freigang relativ klein ist. Anders als Kater bewegen sie sich meist nicht mehr als ein paar hundert Meter von Zuhause weg. Dies ist ein Vorteil, da du dir weniger Sorgen machen musst, dass ihr draußen etwas zustößt.

Kater: verspielt und verschmust

Kater sind von der Statur her kräftiger als Katzen und zeigen sich generell ruhiger, verschmuster und kuscheliger als weibliche Samtpfoten. Als Freigänger herrschen sie über ein weit größeres Revier als Katzen und sind auch gern länger unterwegs. Zudem ist der Spieltrieb bei Katern zumeist ausgeprägter als bei Katzen. Vor allem junge Kater raufen gern wild miteinander. Hat ein Kater von Anfang an gelernt, das Harnmarkieren in der Wohnung zu unterlassen, ist ein Kater ein entspannter und treuer Begleiter. Allgemein lässt sich sagen, dass Kater meist leichter im Umgang und verträglicher sind als ihre weiblichen Artgenossen.

Kastration ist notwendig bei beiden Geschlechtern

Für welches Geschlecht du ich auch entscheidest, lasse deinen Kater oder deine Katze, sofern noch nicht geschehen, in jedem Fall kastrieren. Zum einen unterscheiden sich kastrierte von nicht kastrierten Tieren deutlich im Verhalten und das Zusammenleben ist mit einem kastrierten Tier wesentlich leichter. Zum anderen sorgen nicht kastrierte Kater oder Katzen für die zunehmende Population an Streunern.

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Konstellation im Mehrkatzenhaushalt

Möchtest du zwei oder mehr Katzen halten, empfiehlt sich eine gleichgeschlechtliche Haltung. Denn Kater und Katzen haben unterschiedliche Vorstellungen, was den Ausdruck von Zuneigung angeht, und es kann vorkommen, dass Katzen sich von Katern bedrängt fühlen und es zu Streitigkeiten kommt. Zudem ist es ratsam, dass alle Tiere ungefähr im gleichen Alter sind. Doch auch hier bestätigen Ausnahmen die Regel.

Lasse Persönlichkeit und Charakter entscheiden

Ob männliches oder weibliches Tier ist nicht unbedingt die entscheidende Frage. Viel wichtiger ist, dass die Samtpfote von ihrer Persönlichkeit her zu dir passt. Wenn möglich, verbringe ein wenig Zeit mit ihr, bevor du dich entscheidest; im Katzenhaus eines Tierheims ist dies möglich.