Ein Labrador oder ein Golden Retriever? Das ist die Frage. Wo liegen denn genau die Unterschiede zwischen diesen beiden Rassen? Der Labrador und der Golden Retriever gehören beide zu den Apportierhunden, den Retrievern, und zählen somit als Jagdhunde. Wenn man bedenkt, dass der englische Begriff „to retrieve“ auf Deutsch übersetzt „zurückbringen“ bedeutet, ergibt das Ganze noch mehr Sinn. Denn ihre Zucht läuft so ab, dass sie dem Jäger sein geschossenes Wild apportieren.

Showlinie und Arbeitslinie

Die süßen Welpen der beiden Retriever-Rassen sind lebhaft und können sich leicht anpassen. Sie werden in zwei verschiedenen Linien gezüchtet, der Arbeitslinie und der Showlinie. Arten der Showlinie wiegen mehr und sind etwas größer. Sie eignen sich perfekt als Familienhunde und sind zudem sehr beliebt. Den Bewegungsdrang der Retriever sollte man jedoch keinesfalls unterschätzen. Wenn man genug Freizeit hat, um täglich mit dem Hund ergiebige Spaziergänge zu führen, sollte es kein Problem sein, sich solch einen aktiven Vierbeiner anzuschaffen. Vorteilhaft wäre es, wenn man in einer kleinen Stadt oder auf dem Land lebt. Retriever der Arbeitslinie eignen sich sehr gut für die Jagd oder Wettkämpfe in Bezug auf den Jagdhundesport, haben demnach eine sportlichere Statur und sind meistens aktiver, da sie das Verlangen haben, zu arbeiten.

Aussehen

Das äußerliche Erscheinungsbild eines Labrador Retrievers und einem Golden Retriever ist auf den ersten Blick nicht so einfach zu unterscheiden, da es sich ziemlich ähnelt. Das goldene, schwarze oder schokobraune Fell des Labradors ist eher glatt und kurz, während das des Golden Retrievers, welches verschiedene Goldtöne haben kann, länger und etwas gewellt ist. Außerdem ist der Golden Retriever minimal schwerer, da sein Gewicht einen Wert von ca. 28 bis 40 kg beträgt und der seines Artgenossen 26 bis 36 kg. Ein Rüde, der männliche Hund, ist meistens ein wenig schwerer als eine Hündin. Nicht nur das Aussehen ist unterschiedlich, sondern auch der Charakter und das Wesen – jeder Hund ist einzigartig.

Charaktereigenschaften und Pflege der Hunde – darauf solltest du achten

Der Golden Retriever und Labrador Retriever lassen sich einfach erziehen. Da sie ein richtige Familienhunde sind, vor allem der Golden Retriever, scheinen sie ziemlich pflegeleicht zu sein. Das spiegelt sich zuallererst in ihrem Charakter wider. Neben den Eigenschaften wie Sanftmütigkeit, Zuverlässigkeit und Intelligenz gibt es noch eine ganze Reihe voller positiver und temperamentvoller Aspekte. Beide Rassen sind kontaktfreudig, selbstbewusst und freundlich. Je aktiver, desto besser.

Die Pflege des Hundes ist sehr wichtig. Aus diesem Grund sollte das Bürsten auf dem Tagesprogramm stehen. Darüber hinaus sind die Reinigung und die Kontrolle der Ohren sehr wichtig, da es nicht sehr unwahrscheinlich ist, dass eine Ohrenentzündung auftritt. Weitere Krankheiten, die bei den Hunden auftreten könnten, sind Epilepsie, Osteochondrosis oder Hüftgelenksdysplasie. Außerdem solltest du als Hundebesitzer stets darauf achten, dem Hund keine zu riesigen Futterportionen zu verabreichen, denn Golden Retriever neigen zu Übergewicht. Ein Labrador Retriever wird 10 bis 14 Jahre alt, wohingegen die Lebenserwartung eines Golden Retriever bei 10 bis 12 Jahren liegt.

Beliebtheit

Der Labrador Retriever gehörte 2019 zu den Top Hunderassen und erreichte sogar den ersten Platz in Sachen Beliebtheit. Der Golden Retriever ist selbstverständlich auch sehr angesehen in den Haushalten der Deutschen. Da es viele verschiedene Hunderassen gibt, muss dies schon einen Grund haben. Daher machst du sicherlich keinen Fehler bei der Wahl deines Traumhundes. Beide Hunde können gut als Familienhunde punkten.

Labrador oder Golden Retriever

Ein Labrador oder doch lieber ein Golden Retriever? Was ist denn nun die bessere Wahl? Achte zunächst jedoch darauf, dass dein neues Familienmitglied von einem seriösen Züchter stammt, sodass unnötige Komplikationen vermieden werden können. Außerdem solltest du genug Freizeit haben, um dich adäquat um deinen Hund kümmern zu können. Man kann sich auf jeden Fall einig sein, dass beide Hunderassen in ihrer individuellen Art und Weise etwas Besonderes sind. Es sind aufmerksame und liebevolle Hunde.

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