Hunde sind bekannt für ihre außergewöhnlich gute Spürnase. Mit rund 250 Millionen Riechzellen sind sie uns Menschen, die wir gerade einmal über rund 20 Millionen Riechzellen verfügen, weit überlegen. Deswegen sind Hunde wahre Schnüffelmeister, die es lieben, Duftspuren nachzugehen. Diese Vorliebe macht sich das Mantrailing zunutze – eine spannenden Hunde-Sportart für fast jeden Hund.

Was ist Mantrailing?

Mantrailing hat seinen Ursprung in den U.S.A. und bedeutet, dass Hunde dazu ausgebildet werden, vermisste oder gesuchte Personen aufzuspüren. In erster Linie diente diese Methode dem professionellen Einsatz von Spürhunden, beispielsweise bei der Polizei oder bei Rettungsdiensten. Die im Mantrailing ausgebildeten Hunde sind in der Lage, anhand eines Gegenstandes (z.B. einem Kleidungsstück) der aufzufindenden Person diese nur über den Geruch und über große Distanzen hinweg zu verfolgen und schließlich aufzuspüren. Auch über viele Kilometer hinweg kann der Hund die spezifische Duftspur von anderen unterscheiden und gezielt verfolgen.

Private Hundehalter entdecken das Mantrailing

Längst geht das Spurenschnüffeln über den professionellen Einsatz hinaus, und viele Privat-Hundehalter haben diese pfiffige Trainingsform für sich und ihren Hund entdeckt. Mantrailing ist eine hervorragende Hundesportart, die sich die natürlichen Anlagen des Hundes zunutze macht und ihn dabei körperlich und geistig fordert und fördert. Den meisten Hunden macht das Spurensuchen ausgesprochen Spaß und kann zusätzlich die Verbindung zwischen Hund und Halter weiter vertiefen. Denn Hund und Mensch arbeiten eng als Team zusammen.

Für welche Hundearten ist Mantrailing geeignet?

Grundsätzlich kann jeder Hund und fast jede Rasse diesen Sport ausüben. Eine gewisse Grundfitness und Schmerzfreiheit sollte jedoch gegeben sein, da der Hund hierbei längere Strecken am Stück zurücklegen muss. Das Training kann bereits im Junghund-Alter beginnen, doch auch ältere Hunde können leicht ins Mantrailing einsteigen. Auch für unsichere oder ängstliche Hunde ist Mantrailing eine gute Möglichkeit, mehr Selbstbewusstsein zu erlangen.

Wo kannst du mit deinem Hund Mantrailing lernen?

Inzwischen bieten viele Hundeschulen und –trainer dieses Training an. Da es hierbei im Wesentlichen auf die Zusammenarbeit zwischen Hund und Halter ankommt, gibt es auch für Herrchen bzw. Frauchen viel zu lernen. Vor allem musst du in der Lage sein, die Körpersprache deines Hundes während der Aufgabe jederzeit richtig zu deuten und entsprechend darauf zu reagieren. Es ist zwecks Vergleichen ratsam, mehrere Hundeschulen zu besuchen und eine Schnupperstunde zu buchen. Ausgestattet mit Schleppleine und einem speziellen Brustgeschirr kann es auch losgehen. Denn Mantrailing soll beiden – Mensch und Hund – Spaß machen.

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Über den Autor / die Autorin → Guido Baumann
Ich freue mich, als tierlieber Autor für den Happy Pet Club schreiben zu dürfen.