Nicht jeder hat die Möglichkeit, seine Kaninchen in einem großen Offengehege zu halten. Doch auch im Haus oder in der Wohnung kannst du ihnen ein ausreichend großes Gehege zur Verfügung stellen. Kaninchen brauchen unbedingt Artgenossen, kommen im Haus aber mitunter auch mit anderen tierischen Mitbewohnern in Kontakt. Passt das zusammen?

Kaninchen und Katzen

Katzen sind die beliebtesten Haustiere der Deutschen und leben oft in reiner Wohnungshaltung. Doch auch Freigänger halten sich zum Fressen und Schlafen drinnen auf und werden deinen Kaninchen begegnen. Die Katze als Jäger wird ein junges Kaninchen gern als Beutetier ansehen, so dass ein Kaninchen mindestens vier Monate alt sein sollte, bevor es Bekanntschaft mit deiner Katze macht. Da Katzen und Kater territoriale Tiere sind, die ihr Revier verteidigen, ist es von Vorteil, dass erst die Kaninchen und dann die Katze bei dir einzieht. Lasse beide Tierarten niemals unbeaufsichtigt und gewöhne sie nur langsam aneinander. Es kann sein, dass deine Katze freundlich auf deine Kaninchen zugeht, aber deine Nager dies als Stress empfinden. In diesem Fall organisiere das Zusammenleben so, dass sich beide Tierarten nicht konfrontieren. Die ohnehin eher scheuen Kaninchen würde dies nur verschrecken und es würde womöglich dazu führen, dass sie auch dir gegenüber nicht mehr so zutraulich sind.

Kaninchen und Hunde

Ähnlich wie bei der Konstellation Katze/Kaninchen verhält es sich bei Hund und Kaninchen. Auch der Hund ist als Nachfahr des Wolfes ein Jäger und wird den kleinen Nager – je nach Hunderasse – gern als Beutetier betrachten. Freundschaften zwischen beiden können gelingen, wobei es auch hier sinnvoll ist, dass die Kaninchen vor dem Hund da waren und alle langsam aneinander gewöhnt werden. Lasse die Tiere niemals unbeaufsichtigt, auch wenn sie sich scheinbar gut verstehen. Selbst wenn der Hund freundlich und gutmütig ist, kann ein solch großes Tier Stress für die Nager bedeuten. Akzeptiere dies und sorge dafür, dass sich alle aus dem Weg gehen können. Bei bestimmten Hunderassen, vor allem Terrier- und Vorstehhunden, ist von einer Vergesellschaftung aufgrund des ausgeprägten Jagdtriebes grundsätzlich abzuraten.

Kaninchen und Meerschweinchen

Diese beiden Nagetierarten werden oft gemeinsam gehalten. Aber: Kaninchen und Meerschweinchen haben völlig verschiedene Arten der Kommunikation und verstehen sich schlicht nicht. Meerschweinchen haben vor allem eine umfangreiche Lautsprache, während Kaninchen untereinander eher über die Körpersprache kommunizieren. Beide Tiere sind Gruppentiere und benötigen daher unbedingt Artgenossen. Wenn du also beide Tierarten in einem großen Gehege hältst, musst du mindestens zwei Kaninchen und zwei Meerschweinchen halten, damit sie jeweils einen gleichartigen Partner haben. Am besten trennst du beide Tierarten und hältst sie separat, da sie auch in anderen Bedürfnissen unterschiedlich sind. Verschiedenartigkeiten und Haltungsfehler führen oft zu Stress bei den Tieren.

Fazit

Deine Kaninchen sind und bleiben vermutlich am liebsten unter ihresgleichen und legen nicht viel Wert auf eine Vergesellschaftung mit anderen Haustierarten.