Impfen ist inzwischen ein stark polarisierendes Thema, vor allem in Bezug auf unsere eigene Gesundheit. Hinsichtlich unserer Tiere, besonders der Kaninchen, ist eine passende Schutzimpfung zur Gesunderhaltung äußerst wichtig. Welche Schutzimpfungen für Kaninchen sind sinnvoll und wichtig? Hier findest du Antworten.

Virusinfektionen enden für Kaninchen zumeist tödlich

Mit der passenden Schutzimpfung sind deine Kaninchen vorbeugend gegen bestimmte Erkrankungen geschützt. Welche Impfungen die passenden für deine Tiere sind, hängt vom Gesundheitszustand, der Ernährung, den Haltungsbedingungen und der Umgebung ab. Lebt es in Innen- oder Außenhaltung, und das in einem Gebiet, in dem viele Wildkaninchen siedeln? All diese Faktoren beeinflussen, welche Art der Schutzimpfung die beste für deine Mümmelmänner ist. Gerade Virusinfektionen wie die Kaninchenpest oder Chinaseuche enden für Kaninchen zumeist tödlich.

Die Myxomatose (Kaninchenpest)

Hierbei handelt es sich um ein Pockenvirus, das in erster Linie das Ziel hatte, die Wildkaninchen-Population einzudämmen. Doch auch unsere Hauskaninchen können daran erkranken. Erste Symptome treten rund zehn Tage nach der Ansteckung auf, die beispielsweise durch Stechmücken oder Fliegen erfolgen kann. Betroffene Kaninchen leiden an Schwellungen und Rötungen der Augen, Nase und Ohren, gefolgt von Atemnot und Fieber. Zumeist sterben die Tiere qualvoll innerhalb von zwei bis drei Wochen, da sie erste Krankheitsanzeichen recht spät anzeigen. Mit einer entsprechenden Schutzimpfung für Kaninchen kannst du Myxomatose vorbeugen. Nach der Grundimmunisierung folgt die Auffrischungsimpfung je nach Haltungsform und Region alle sechs bis zwölf Monate.

RHD1 und RHD2 (Chinaseuche)

Die Rabbit Haemorrhagic Disease (RHD1) ist eine Virusinfektion, die in den 1980-er Jahren erstmals in China auftrat. Von dort konnte sie sich rasch bis nach Europa ausbreiten. Zudem entwickelte sich mit der Zeit das mutierte Virus RHD2, und für beide Erkrankungen gibt es keine rettenden Medikamente oder Therapien. Die Tiere stecken sich entweder an bereits infizierten Kaninchen oder verseuchtem Heu oder Grünfutter an. Mit RHD infizierte Kaninchen sterben rasch, zumeist an Organversagen. Auch hier hilft nur eine vorbeugende Schutzimpfung für das Kaninchen, die nach der Grundimmunisierung halbjährlich erfolgt.

Weitere Tipps zum Impfen von Kaninchen

Wie bei jeder Impfung kann es auch bei Kaninchen zu unerwünschten Nebenwirkungen kommen. Daher solltest du darauf achten, dass deine Kaninchen zum Zeitpunkt der Impfung gesund sind und sich in einem guten Allgemeinzustand befinden. Zudem ist es ratsam, dass du den Kot deiner Kaninchen vor der Impfung tierärztlich auf Parasitenbefall untersuchen lässt. Denn ein Kaninchen mit einem gesunden Darm verträgt die Impfung besser. Welche Impfung in welchem Abstand die beste für deine Hoppler ist, besprich in Ruhe mit deinem Tierarzt.

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Über den Autor / die Autorin → Petra Schulz HPC-Team Administrator
Als Redakteurin kümmere ich mich um das Magazin des HPC und schreibe Beiträge und Reportagen. 🙂