Gemeinsam mit seinem Hund die Natur zu erkunden, macht riesig Spaß. Wer dazu noch ein Pferd hält, kann sich auch mit Hund und Pferd zusammen auf den Weg in Wald und Flur machen. Bevor du dich jedoch in Begleitung deines Hundes in den Sattel wagst, solltest du einige wichtige Vorbereitungen treffen.

Rechtliche und praktische Absicherung

Bevor du dich überhaupt mit Hund und Pferd auf den Weg machst, wirf einen Blick in die Policen deiner Haftpflichtversicherungen. Denn falls etwas passiert und es zu Schäden welcher Art auch immer kommt, muss sowohl dein Hund als auch dein Pferd abgesichert sein. Gibt es keine Haftungsbeschränkungen in deinen Policen, steht zumindest von dieser Seite einem Ausritt mit Hund und Pferd nichts mehr im Wege.

Praktische Vorbereitungen

Damit ihr alle sicher und gesund wieder Zuhause ankommt, reite mit Hund und Pferd nur aus, wenn es sich um hundertprozentige „Verlasstiere“ handelt. Mit dem Pferd als Fluchttier musst du mit allem rechnen und du musst in der Lage sein, beide Tiere zu kontrollieren. Befestige Adressmarken an der Ausrüstung von beiden Tieren und trage selbst eine passende Sicherheitsweste und Reitkappe. Falls du in der Dämmerung unterwegs bist, bringe Reflektoren an deiner Kleidung und an der Ausrüstung von Hund und Pferd an. Wenn möglich, reite nicht allein los, sondern mindestens zu zweit oder in einer harmonischen kleinen Gruppe.

Voraussetzungen des Hundes

Nimm deinen Hund nur auf einen Ausritt mit, wenn er jederzeit abrufbar ist. Denn auch im Wald gibt es viele Verlockungen wie andere Personen, Hunde oder auch Wildtiere. Dein Hund muss sofort auf dein stimmliches Kommando reagieren und an deiner Seite bleiben, auch wenn ihn die Neugier oder sogar der Jagdtrieb packt. Denn schließlich sitzt du auf deinem Pferd und hast keine andere Einflussmöglichkeit auf deinen Hund, als deine Stimme zu verwenden, zumal dein Hund beim Reiten wahrscheinlich nicht angeleint ist. Diese Konstellation solltest du intensiv üben, bevor du dich mit Hund und Pferd ins offene Gelände wagst.

Vorbereitendes Training für Hund und Pferd

Nicht nur dein Hund, sondern auch dein Pferd muss deinen Kommandos folgen und sich sicher mit dir fühlen – und umgekehrt. Am besten übst du das Reiten mit Hund und Pferd auf deinem Hof oder gesichertem Platz. Beide Tiere sollten Gelegenheit haben, sich aneinander zu gewöhnen, zumal du deine Aufmerksamkeit beiden Tieren gleichzeitig schenken musst. Falls dein Pferd sehr ängstlich oder nervös ist, solltest du besser auf die Begleitung eines Hundes verzichten, damit du deine volle Aufmerksamkeit auf dein Pferd richten kannst. Wenn du das erste Mal mit Hund und Pferd ins Gelände gehst, drehe nur eine kurze Runde und beende sie mit einem positiven Erlebnis für beide Tiere.

Gehört der Hund an die Leine?

Während du auf deinem Pferd sitzt und dich im Gelände bewegst, ist es sinnvoller, deinen Hund abzuleinen. Ein angeleinter Hund könnte dem Pferd zu nahe kommen oder ihm die Leine um die Beine wickeln. Außerdem kannst du dein Pferd besser zügeln, wenn du die Hände frei hast, als wenn du noch die Hundeleine halten musst. Wenn du mit deinem Hund und Pferd den Ausflug ins Gelände vorab trainierst, übe beides, also die Führung des Hundes mit und ohne Leine. Beachte weiterhin, dass es Bereiche und auch Zeiten gibt, in denen Leinenpflicht herrscht, beispielsweise während der Brut- und Setzzeit.

Fazit

Ein gemeinsamer Ausritt mit Hund und Pferd macht viel Spaß und ist ein besonderes Erlebnis. Wenn du dich gut vorbereitest und stets auf „Nummer Sicher“ gehst, kannst du einen Ausritt zu dritt wagen.

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Über den Autor / die Autorin → Andrea Schubert
Ich liebe Tiere sehr und hatte Kaninchen, Meeris, Hunde, Katzen und ein Pferd. Vor einigen Jahren habe ich bereits Beiträge für ein Haustier-Printmagazin geschrieben.
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