Welpen werden ohne Zähne geboren, die sich erst ab der dritten Lebenswoche herausbilden. Das Milchgebiss verändert sich durch Zahnwechsel, wie bei Kleinkindern auch, und wächst von 28 auf 42 Zähne. Diese Zähne solltest du gut pflegen, damit sie deinem Hund möglichst ein Leben lang erhalten bleiben. Denn so wie wir Menschen können auch Hunde Zahnstein bekommen. Dies ist nicht nur ein optischer Schönheitsfehler, sondern kann auch zu allerlei weiteren Folgeerscheinungen oder auch Krankheiten führen. Lies hier, wie du Zahnstein bei deinem Hund erkennen, ihn entfernen und vorbeugen kannst.

Schlecht gekaute Futterreste verursachen Zahnstein

Im Zuge der Nahrungsaufnahme kann es zu Verunreinigungen des Gebisses beim Hund kommen. Hunde neigen dazu, ihr Futter nicht lange genug zu kauen, so dass leicht Futterreste zwischen den Zähnen hängen bleiben können. Kleine Hunde sind hier noch eher betroffen als große, da ihre Zahnzwischenräume enger sind. Verbleiben die Futterreste zwischen den Zähnen, bilden sich Bakterien, die nach und nach zu Entzündungen oder sichtbarem Zahnstein führen können.

Woran erkennst du Zahnstein beim Hund?

Im fortgeschrittenen Stadium kannst du den Zahnstein oder Verfärbungen mit bloßem Auge als dunkle Ränder oben auf den Zähnen beim Übergang zum Zahnfleisch erkennen. Bevor es so weit kommt, haben viele betroffene Hunde als erstes Anzeichen auffallenden Mundgeruch. Möglich sind auch Probleme beim Fressen, da sich unter Umständen Entzündungen am Zahnfleisch gebildet haben. Bei derlei Symptomen solltest du daher unbedingt einen Blick auf die Zähne deines Hundes werfen.

Folgeerscheinungen von Zahnstein beim Hund

Bakterien gelten als Auslöser für Zahnstein. Bleiben diese unentdeckt oder unbehandelt, können neben Zahnfleischentzündungen andere innere Organe in Mitleidenschaft gezogen werden. Dies wirkt sich negativ auf das Allgemeinbefinden des Hundes aus und kann zudem Nieren, Leber oder Herz schädigen. Daher wird ein Tierarzt bei entsprechenden gesundheitlichen Problemen immer das Gebiss des Hundes untersuchen. So weit solltest du es nicht kommen lassen.

Vorbeugung gegen Zahnstein

Gute Mundhygiene ist auch beim Hund somit äußerst wichtig. Neben gutem, qualitativ hochwertigem Futter kannst du die Zahnreinigung deines Hundes mit entsprechenden Kau-Sticks oder Beißspielzeug unterstützen. Übrigens hat gutes, nährstoffreiches Futter einen weiteren positiven Nebeneffekt: Dein Hund frisst langsamer, schlingt nicht alles einfach nur herunter und kaut gründlicher, was der Zahnpflege und auch seiner Verdauung zugute kommt. Ergänzend dazu gibt es Futterzusätze, die die Zahnsteinbildung hemmen sollen. Ebenfalls bewährt hat sich aufs Zahnfleisch aufgetragenes kolloidales Silber, um Bakterien natürlich den Kampf anzusagen.

Zähne putzen beim Hund

Auch ist es möglich, deinem Hund die Zähne zu putzen. Hierzu ist es hilfreich, dass er sich zunächst vertrauensvoll ins Maul fassen lässt. Je früher er dies gelernt hat, desto besser. Dies ist auch wichtig, damit du seine Zähne selbst in Augenschein nehmen kannst. Nun kannst du geeignete Hunde-Zahnpasta mit deinem Finger auf den Zähnen verteilen, wo der Hund diese selbst aufschleckt. Wenn das gut klappt, kannst du die Zahnpasta mit einer Zahnbürste auftragen und sanft damit die Zähne reinigen. Bitte toleriere, wenn dein Hund dies zunächst nicht mag und gib ihm Zeit, sich daran zu gewöhnen. Für Menschen gemachte Zahncreme ist für Hunde übrigens ungeeignet, weswegen du spezielle Hunde-Zahnpasta verwenden solltest.

Utensilien zur Zahnreinigung

Am besten lässt du dich im Fachhandel oder beim Tierarzt beraten, welche Utensilien am besten geeignet sind. Zahnbürsten für Hunde sollten in jedem Fall weiche Borsten haben und von der Größe her passen. Es gibt auch so genannte Fingerlinge, die du über deinen Finger stülpst und damit die Zähne deines Hundes reinigst. Möglicherweise kannst du es auch mit einer Ultraschallzahnbürste ausprobieren, wobei nicht alle Hunde das Geräusch und die Vibration tolerieren. Zuckerfreie Kau-Sticks und Beißspielzeuge kannst du deinem Hund regelmäßig anbieten, ebenfalls zur Prophylaxe. Achte jedoch darauf, dass du diese deinem Hund nur gibst, wenn das Zahnfleisch entzündungsfrei ist, da er sonst beim Kauen Schmerzen hat.

Fazit

Ist der Zahnstein einmal da, musst du diesen vom Tierarzt professionell unter Vollnarkose entfernen lassen. Der Erhalt gesunder Zähne gehört daher zur täglichen Pflege deines Hundes. Je eher du mit der Mundhygiene bei deinem Hund beginnst, desto besser. Nicht nur die Zähne, sondern seine allgemeine Gesundheit werden in jedem Falle davon profitieren.