Hast du dir schon einmal genauer Gedanken gemacht, was eigentlich so im Futter deines Haustiers steckt? Die traurige Wahrheit: Die meisten Fertigprodukte sind in punkto Umwelt, Tierwohl und Nachhaltigkeit sehr rückständig. Deswegen möchten wir dir hier ein paar Ideen liefern, was du tun kannst, um deinen Hund nachhaltiger zu ernähren.

Hundeleckerlis selbst herstellen

Das umfangreiche Sortiment im Tierfachhandel ist zwar sehr verlockend – wenn du dich jedoch ein wenig damit beschäftigst, kannst du Hundesnacks genauso gut selbst herstellen und auf die plastikverpackten Fertigprodukte verzichten.

So hast du alle Zutaten selbst im Griff und kannst regionale sowie saisonale Produkte verwenden. Damit tust du nicht nur deinem Hund, sondern auch der Umwelt etwas Gutes. Die Auswahl ist groß, hier einige Vorschläge:

Frisches Obst und Gemüse

Du kannst etwa direkt frisches Obst und Gemüse verfüttern. Besonders gut eignen sich zum Beispiel Äpfel, Bananen, Erdbeeren, Karotten oder Gurken. Aber Achtung, die folgenden Obst- und Gemüsesorten darfst du deinem Vierbeiner auf keinen Fall geben. Sie sind schlecht verträglich oder sogar giftig:

  • Zwiebeln
  • Knoblauch
  • Avocados
  • rohe Kartoffeln
  • Tomaten
  • Trauben

Am besten liest du einfach vorher nach, ob dein gewähltes Obst und Gemüse für Hunde geeignet ist, damit nichts passieren kann.

Selbstgebackene Hundekekse

Alternativ kannst du dich am Backen von verschiedensten leckeren Hundekeksen versuchen, falls deine Fellnase Rohkost nicht so gut verträgt. Probiere doch einmal dieses Rezept für Bananen-Kekse:

  • 370 g Vollkornmehl
  • 1 Ei
  • 1 Banane
  • 100 ml Milch

Zerdrücke die Banane mit einer Gabel und verknete sie mit den anderen Zutaten, bis du einen glatten Teig bekommst. Diesen kannst du dann ausrollen, mit Keksförmchen Figuren ausstechen und diese bei 150 °C im Backofen ca. 30 Minuten lang backen. Voilà, dein Liebling wird ihnen nicht widerstehen können!

Deinen Hund barfen

In den letzten Jahren hat außerdem die Bedeutung von Barfen immer mehr zugenommen. Aber was steckt eigentlich hinter dieser Ernährungsweise? BARF steht für biologisch artgerechte Roh-Fütterung. Du verfütterst also nur frische, rohe Nahrungsmittel wie Fleisch, Knochen, Innereien, Gemüse und Obst.

Natürlich erfordert das Barfen gute Recherche und Vorbereitung: Die Ernährung muss richtig zusammengestellt sein, um Mangelerscheinungen und Krankheiten vorzubeugen. Aber der große Vorteil daran? Du bestimmst komplett selbst, was in den Futternapf kommt. Hier die wichtigsten Regeln:

  • eine ausgewogene Mischung aus Fleisch, Knochen, Innereien, Milchprodukten, Obst, Gemüse und Kräutern zusammenstellen
  • die Nahrungsmenge unbedingt an das Alter und Gewicht des Tieres anpassen
  • nur hochwertiges Fleisch verwenden, z. B. Rind, Lamm, Geflügel oder Fisch
  • kein rohes Schweinefleisch hinzugeben, da es die für Hunde tödliche Aujeszky-Krankheit auslösen kann
  • nur rohe Knochen verfüttern, da sie gekocht splittern

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Nachhaltiges Hundefutter kaufen

Natürlich kann es sein, dass du nicht die Zeit oder Muse hast, jeden Tag frisches Futter selbst herzustellen. Und das ist ebenfalls in Ordnung. Du kannst auch mit gekauftem Futter eine nachhaltige Ernährung für deinen Hund gewährleisten, solange du dich an die folgenden Tipps hältst.

Nachhaltige Verpackung

Schau dir einmal an, wie das Futter, das du üblicherweise kaufst, verpackt ist. Unmengen an Plastik oder viele einzelne kleine Dosen? Vielleicht findest du eine andere Marke, die das besser macht. Einige Sorten bekommst du zum Beispiel in umweltschonenden Papierverpackungen.

Es lohnt sich also, mehrere verschiedene Produkte zu testen. Wenn du allerdings feststellst, dass dein Hund nur eine bestimmte Futtersorte verträgt, die mit viel Plastik daherkommt, dann geht natürlich die Gesundheit vor.

Regionales Futter mit kurzem Transportweg

Genauso wichtig wie die Verpackung selbst sind die Inhaltsangaben darauf. Dort lassen sich meist Hinweise finden, woher das Produkt genau kommt. In einem guten Hundefutter müssen keine exotischen Stoffe stecken, die sich nicht auch in unseren Breitengraden anbauen oder züchten lassen.

Achte also auf Regionalität und kurze Transportwege, um den CO2-Fußabdruck möglichst kleinzuhalten. Mit dem Kauf von regionalen Produkten unterstützt du noch zusätzlich die heimische Wirtschaft. Wenn du auf der Verpackung einmal keine Informationen findest, frage im Notfall einfach beim Händler nach.

Umweltfreundlich produzierte Bestandteile

Ein Bio-Siegel auf dem Produkt ist zwar schon einmal ein guter Hinweis, sieh aber am besten noch einmal genauer hin. Wichtig ist zum Beispiel hochwertiges Fleisch aus artgerechter Haltung. Schließlich sollen nicht andere Tiere leiden, damit es deinem Hund gut geht.

Bei pflanzlichen Bestandteilen gibt es ebenfalls einige Faktoren zu beachten. Keine Monokulturen, Verzicht auf Pestizide, Erhalt der Artenvielfalt und Ressourcenschonung – all das sind Kriterien, die im Anbau deines eigenen Essens und genauso im Hundefutter eine Rolle spielen sollten.

Fleisch vs. nachhaltige Proteinquellen

Zusätzlich ist es eine Überlegung wert, von Fleisch auf andere Proteinquellen umzusteigen. In den letzten Jahren hat beispielsweise die Zugabe von Insekten Fahrt aufgenommen. Die Insektenzucht ist ressourcensparend und in Asien schon seit Jahren gang und gebe. Noch sind Produkte mit Insektenprotein bei uns eher teuer, aber die Nachfrage regelt ja bekanntlich das Angebot.

Fazit: Deinen Hund nachhaltig zu ernähren ist gar nicht so schwer

Ob du dir nun die Zeit nimmst, Futter und Leckerlis selbst herzustellen, oder lieber Fertigprodukte kaufst – es gibt viele Möglichkeiten für eine umwelt- und ressourcenschonende Hundeernährung. Solange du bewusst darauf achtest, was im Futternapf landet, ist es ein Leichtes, nicht nur dich, sondern auch deinen vierbeinigen Freund nachhaltig zu ernähren.