Ein Hundehalsband gehört zum ersten Ausrüstungsgegenstand, sobald ein Hund bei dir einzieht. Mit dem Hundehalsband lenkst und leitest du deinen Hund. Es hindert ihn am Weglaufen und dient zudem als wichtiges Werkzeug zur Erziehung und Kontrolle deines Hundes. Was musst du bei der Auswahl eines guten Hundehalsbandes beachten?

Auswahlkriterien

Hundehalsbänder gibt es in unendlicher Vielfalt, in vielen Materialen, Farben und Ausstattungsmerkmalen. Ob schlicht, bunt, mit Reflektoren, Strass und Sternchen besetzt – für jeden Geschmack ist etwas dabei. Neben der Optik geht es jedoch in erster Linie um Funktionalität und guten Sitz. Dies sind die Kriterien bei der Auswahl eines Hundehalsbandes:

  • Material (Leder, Kunstleder, Polyamid)
  • Form (glatt oder rund)
  • Breite
  • Art des Verschlusses
  • Preis

Welches Material ist am besten?

Jedes Material hat seine Vor- und Nachteile. Generell gilt, dass es pflegeleicht sein und gut trocknen sollte. Halsbänder aus Polyamid erfüllen diesen Zweck sehr gut. Sie sind leicht abwischbar und trocknen schnell. Achte hierbei darauf, dass es keine scharfen Ränder hat. Denn zuallererst muss es deinem Hund angenehm sein, das gewählte Halsband zu tragen. Auch die Form ist nicht unwichtig: Ein glattes, breites Hundehalsband fühlt sich für den Hund anders an als ein rundes, seilartiges Halsband. Mache die Auswahl davon abhängig, wie schmal bzw. breit der Hals deines Hundes ist, damit das Hundehalsband nichts einschneidet oder drückt.

Verschlussart

Die Verschlüsse deines Hundehalsbandes sollten leicht und schnell zu öffnen und zu schließen sein. Bedenke hierbei die Länge des Fells deines Hundes! Je tiefer das Halsband im Fell verschwindet, desto wichtiger ist dieser Punkt, damit du nicht lange beim An- und Ausziehen herumfummeln musst. Schnappverschlüsse, wie du sie von Gurten oder Nylon-Rucksäcken kennst, sind hier besonders praktisch. Es gibt auch Halsbänder ohne Verschluss, die einfach wie eine Schlinge um den Hals des Hundes gelegt werden. Nachteil hierbei ist, dass sich die Schlinge, falls der Hund stark zieht, zu sehr zuziehen oder er andererseits aus der Schlinge herausschlüpfen kann.

Halsband und Leinenführigkeit

Auch der Erziehungsstand und die Leinenführigkeit haben Einfluss auf die Wahl des passenden Hundehalsbandes. Ein Hund, der viel zieht, benötigt ein weicheres, anschmiegsameres Halsband als ein gut bei Fuß gehender, leinenführiger Hund. Des Weiteren benötigt ein kleiner, leichter Hund wie ein Yorkshire oder Havaneser sicher ein anderes, leichteres Halsband als ein Australian Shepherd oder Berhardiner.

Tierschutzwidrige Halsbänder sind tabu

Auch wenn Elektro- oder Stachelhalsbänder nach wie vor verkauft werden, haben sie in der Hundehaltung und -erziehung nichts verloren. Derlei Ausrüstungsgegenstände fügen dem Hund physische und psychische Schmerzen zu und gehören daher weder in professionelle noch in die Hände von Anfängern.

Brustgeschirr: Alternative zum Hundehalsband

Eine gute Alternative zum Hundehalsband ist das Brustgeschirr. Ob ein Geschirr für deinen Hund womöglich besser geeignet ist und worauf du beim Kauf achten musst, erfährst du hier.

Fazit

Es kann sinnvoll sein, dass du dir zwei oder drei Halsbänder zulegst, je nach Anlass oder Situation. Denn ein ausgiebiger Spaziergang ist etwas anderes als beispielsweise ein Tierarztbesuch. Vermutlich musst du ein wenig ausprobieren, welches Hundehalsband am besten zu deinem Hund passt.

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Über den Autor / die Autorin → Andrea Schubert
Ich liebe Tiere sehr und hatte Kaninchen, Meeris, Hunde, Katzen und ein Pferd. Vor einigen Jahren habe ich bereits Beiträge für ein Haustier-Printmagazin geschrieben.