Eine Leine gehört zu den ersten Zubehörartikeln, die du dir bei der Anschaffung eines Hundes zulegen musst. Dies trifft auch zu, wenn ein Welpe bei dir einzieht. Der Kauf einer Welpenleine ist nicht so schwierig, wobei du einige Dinge beachten solltest. Welche sind das?

Ohne Leine geht es nicht

Jeder Hund muss lernen, sicher an der Leine zu gehen, sowohl für die ersten kurzen Gassigänge als auch für den ersten Tierarzt-Check. Je früher dieses Training anfängt, desto besser. Damit sich der kleine Hund mit dem neuen, erforderlichen Accessoire wohlfühlt, solltest du eine Welpenleine auswählen, die sowohl zu seiner Größe, seinem Gewicht als auch zu deinen Vorlieben passt. 

Die Länge der Welpenleine

Ein Welpe unternimmt in seinen ersten Lebenswochen und -monaten nur kleine Ausflüge. Lange Gassigänge sind nicht drin, aber er muss lernen, stubenrein zu werden und auf deine ersten kleinen Kommandos zu achten. Deswegen wird er sich zumeist in deiner Nähe aufhalten, weswegen deine Welpenleine nicht sehr lang sein muss. Eine einfache Führleine von rund zwei Metern sollte somit ausreichen. Manche Leinen lassen sich über Ringe und Karabiner verstellen bzw. verlängern, so dass du sie längere Zeit benutzen kannst. Auch deine Umgebung spielt eine Rolle: Wächst dein Hund in der beengten Stadt auf, wähle eher eine kurze Leine, während du auf dem Land oder ruhigen Gegenden etwas mehr Länge geben kannst. 

Das Material der Welpenleine

Am besten wählst du ein robustes Material wie Nylon oder Biothane, was sich gut reinigen und trocknen lässt. Zudem sind dies leichte Materialen, was vor allem kleine Hund zu schätzen wissen. Denn ihre Halswirbelsäule solltest du nicht mit schweren Lederleinen und Karabinern belasten. Außerdem muss der Welpe noch lernen, mit Leine zu leben und zu laufen. Dies solltest du ihm so angenehm wie möglich gestalten, so dass es für ihn ein stets positives Erlebnis wird. Für größere, schwerere Rassen kannst du auch eine passende, schwerere Lederleine auswählen. Leder ist sehr robust und haltbar, aber hat den Nachteil, dass es bei zu viel Feuchtigkeit irgendwann brüchig wird. Empfehlenswert ist eine Zweitleine, falls du eine einmal gerade gereinigt oder getrocknet hast. Achte darauf, dass das Material gut in der Hand liegt und auch bei Nässe nicht rutscht.

Eignen sich Schleppleinen oder Flexileinen?

Schleppleinen sind bis zu zehn Meter lang und eignen sich nicht zum Lernen oder Gassigehen. Du kannst sie eher für eine Spielstunde im Garten oder auf einer Hundewiese nutzen, denn sie bietet deinem Welpen einerseits das Gefühl von Freiheit, während du ihn andererseits sicher hast und er nicht weglaufen kann. Flexileinen sind für Welpen eher ungeeignet. Die automatische Abrollfunktion vermittelt ihm zwar das Gefühl von „ohne Leine laufen“, aber wenn du die Flexileine per Knopfdruck stoppst, erzeugt dies ein für den Hund unangenehmes Rucken. Dieses Rucken kann ihn außerdem verwirren oder verunsichern, so dass er nicht lernt, was von ihm erwartet wird und auf dich zu achten. Lies hier mehr über das Für und Wider von Flexileinen.

Das passende Halsband

Zur richtigen Welpenleine gehört auch das passende Halsband. Damit es optisch schön aussieht, kannst du beides farblich passend zueinander wählen. Wichtiger sind jedoch die Breite und das Material des Halsbandes. Ein zu breites Halsband kann an den Rändern einschneiden, ein zu dünnes Halsband für einen zugkräftigen Welpen ebenfalls. Achte in jedem Fall auf einen sicheren und robusten Verschluss bzw. Leinenring.

Halsband oder Geschirr?

Statt eines Halsbandes kannst du auch ein passendes Geschirr für deinen Welpen auswählen. Achte hier auf gute Funktionalität und Passform: Das Material sollte leicht, weich und wetterfest sein. Zudem sollte es mit wenigen Handgriffen anzulegen und wieder auszuziehen sein. Wichtig ist auch, dass das Geschirr nirgendwo drückt, vor allem zwischen den Vorderbeinen. Allerdings darf es auch nicht zu groß sein, damit der kleine Hund nicht hinausschlüpfen kann. Lies hier mehr über die Vor- bzw. Nachteile von Halsbändern und Geschirren.

Zusammenfassung & Checkliste Welpenleine

Auf diese Punkte solltest du beim Kauf deiner Welpenleine achten:   

  • Wähle ein robustes, pflegeleichtes, leichtes Material
  • Nimm anfangs eine eher kurze Leine von rund zwei Metern
  • Achte auf sichere Verschlüsse und Karabiner
  • Suche ein zur Welpenleine passendes Halsband oder Geschirr aus
  • Verzichte auf den Einsatz einer Flexileine
  • Schleppleinen eignen sich für Welpen zum Spielen, nicht zum Gassigehen