Wenn du einen Hund hast, versorgst du ihn natürlich am liebsten selbst. Dennoch mag es Situationen geben, in denen du die Betreuung deines Hundes nicht ausreichend gewährleisten kannst und du hierbei Unterstützung brauchst. Die Unterbringung deines Hundes in einer Hundetagesstätte kann eine gute Wahl sein. Jedoch solltest du einiges bei der Auswahl beachten. Wie findest du eine gute Hundetagesstätte?

Gründe für die Unterbringung in einer Hundetagesstätte

Zumeist sind es berufliche Gründe, die eine temporäre oder regelmäßige Unterbringung des Hundes in einer Hundetagesstätte erforderlich machen. Schließlich hat der Hund Bedürfnisse wie Fressen und Gassiegehen. Doch in erster Linie sind es die Sozialkontakte, die ein Hund vermisst, wenn er zu lange allein ist. Wie lange ein Hund allein bleiben kann, ist zwar individuell verschieden, jedoch solltest du ihm nicht mehr als zwei bis drei Stunden am Stück pro Tag zumuten. Hier kann die Betreuung in einer Hundetagesstätte die bessere Alternative sein.

Was macht eine gute Hundetagesstätte aus?

Bei der Auswahl einer guten Hundetagesstätte solltest du dir Zeit nehmen. Natürlich sollte sie gut für dich erreichbar sein, ohne viele Umwege, aber dies ist nicht das einzige Kriterium. Zunächst einmal sollte die Hundetagesstätte von entsprechend qualifizierten und sachkundigen Personen betrieben werden. Liegen ein Sachkundenachweis und eine Betriebserlaubnis nach §11 Abs. 1, Nr.8a Tierschutzgesetz vor? Achte auch darauf, dass Hundehalter einen gültigen Impfpass und Nachweis über Wurmkuren vorlegen müssen. In der Hundetagesstätte selbst darf es zwar nach Hund riechen, jedoch sollte alles sauber und gepflegt sein.

Beschäftigungsmöglichkeiten in der Hundetagesstätte

Je nachdem, wie viele Stunden pro Tag dein Hund in der Hundetagesstätte verbringt, benötigt er entsprechende Abwechslung und Anregung. Den Hunden muss ausreichend Platz zum Spielen und Toben zur Verfügung stehen, am besten mit einem gesicherten Außengelände. Manche Hundetagesstätten bieten den Hunden sogar einen kleinen Badeteich zum Schwimmen und Spielen an. Die Gruppen sollten so zusammengestellt sein, dass die Hunde sich vertragen und charakterlich und geschlechtlich gut zusammen passen. Denn schließlich möchtest du ja keinen ungeplanten Nachwuchs haben. Auch Rückzugsorte sind wichtig, falls sich ein Hund ausruhen möchte. Das Angebot und der Tagesablauf sollten zum Sozialverhalten und den Präferenzen deines Hundes passen. Auch wichtig: Wirkt das Personal gestresst oder müssen wenig Betreuer viele Hunde versorgen? Ein Betreuer sollte für maximal fünf bis sechs Hunde zur Verfügung stehen und der Umgang mit den Hunden muss liebe- und rücksichtsvoll sein. Bestrafung oder Boxen-/Zwingerhaltung sind tabu.

Extras und Besonderheiten in der Hundetagesstätte

Es gibt einige Extras und Besonderheiten, die du bei der Hundetagesstätte ebenfalls erfragen solltest. Werden beispielsweise Medikamente gegeben? Darfst du dein eigenes Futter für deinen Hund mitbringen? Wie geht das Personal mit Problemen um, falls es zum Beispiel zu Raufereien oder Streitigkeiten in der Hundegruppe kommt und mit welchen Erziehungsmethoden wird gearbeitet? Falls dein Hund Besonderheiten wie Ängstlichkeit oder körperliche Einschränkungen aufweist, wird darauf Rücksicht genommen?

Bereite dich gut vor

Um all diese Punkte zu klären, solltest du dich gut auf den ersten Kontakt mit einer potenziellen Hundetagesstätte vorbereiten. Am besten schreibst du all deine Fragen auf. Nach dem telefonischen Erstkontakt, der dir einen ersten Eindruck vermittelt, vereinbare einen Besuchstermin, um dir persönlich ein Bild von der Hundetagesstätte zu machen. Ist dein Eindruck gut, vereinbare mindestens einen Probetag für deinen Hund. Wie ist dein Hund drauf, wenn du ihn abholst? Neben dem erforderlichen Faktencheck verlasse dich auf dein Bauchbefühl, ob die Hundetagesstätte die passende für deinen Hund ist. Es ist ebenfalls hilfreich, andere Hundehalter nach Empfehlungen zu fragen oder Rezensionen im Internet hinzuzuziehen.

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Über den Autor / die Autorin → Guido Baumann
Ich freue mich, als tierlieber Autor für den Happy Pet Club schreiben zu dürfen.