Zuerst wirst du am Geräusch erkennen, dass die Krallen deines Hundes zu lang geworden sind. Wenn jeder Schritt des Hundes auf dem Boden klackert, wird es höchste Zeit, dass du dich der Krallenpflege deines Hundes widmest. Denn zu lange Krallen sind in erster Linie kein Schönheits-, sondern ein Gesundheitsproblem, welches unbeachtet nicht ohne Folgen bleibt. Gerade Anfänger in der Hundehaltung bedenken mitunter nicht, dass die Pfoten des Hundes besonderer Aufmerksamkeit bedürfen. Besonders die Krallen brauchen regelmäßige Pflege, wozu auch das Krallen schneiden gehört. Was musst du hierbei beachten?

Zu lange Krallen können gesundheitliche Probleme verursachen

Wenn die Krallen des Hundes zu lang sind, wird jeder Schritt schmerzhaft. Denn die zu langen Krallen sorgen für eine Fehlstellung des Fußes, damit des Beines und damit des gesamten Bewegungsapparates. Verspannungen, Muskelschmerzen und Gelenkprobleme können die Folge sein. Daher ist es wichtig, dass du die Krallen deines Hundes regelmäßig prüfst, pflegst und wenn nötig kürzt. Je öfter du dies machst, desto weniger musst du von der Kralle entfernen und desto schneller ist die Prozedur beendet.

Die Häufigkeit des Krallenschneidens ist individuell

Die Krallen eines Hundes nutzen sich individuell unterschiedlich ab. Wachstum des Horns, Länge der Spaziergänge und Art der Böden beeinflussen die Häufigkeit, wie oft du die Krallen schneiden solltest. Bei manchen Hunden reicht es alle drei bis vier Wochen, bei anderen muss dies auch häufiger passieren.

Praktische Tipps zum Krallen schneiden beim Hund

Hier findest du ein paar praktische Tipps fürs Krallen schneiden deines Hundes:

  1. Die Länge der Krallen ist optimal, wenn sie sich beim stehenden Hund kurz über dem Boden befinden. Je länger die Krallen gewachsen sind, desto achtsamer musst du sein, da die Nervenenden in Richtung Krallenspitze wachsen. Wenn du also zu kurz schneidest, hat der Hund schmerzen und die Kralle beginnt zu bluten.
  2. Halte das richtige Werkzeug bereit. Hierzu gehören eine Krallenzange oder -schere, Krallenfeile, Fellschere und ein paar Leckerlis für deinen tapferen Hund.
  3. Ideal ist, wenn du einen Helfer hast, der die Krallen mit gutem Licht beleuchtet. Denn keinesfalls darfst du in den belebten Teil der Krallen schneiden.
  4. Halte mindestens einen Millimeter Abstand zum belebten Teil der Kralle und knipse oder schneide sie mit einem Zug ab. Feile sodann die Kanten mit deiner Feile vorsichtig glatt.
  5. Falls dein Hund berührungseempfindlich ist, entstresse ihn durch regelmäßiges und sanftes Berühren an Pfoten, Ballen und Krallen, ohne letztere zu schneiden. So kann er lernen, dass du ihm nichts Böses willst und wird eher bereit sein, das Krallenschneiden zu tolerieren.
  6. Und last but not least: Sorge dafür, dass dein Hund entspannt sitzt oder liegt und sich gerade in ruhiger Verfassung für die Prozedur befindet. Halte seine Lieblings-Leckerlis bereit, um ihn zu belohnen.

Fazit

Gewöhne dir an, die Pfoten deines Hundes regelmäßig zu prüfen und zu pflegen, damit es gar nicht erst zu übermäßigem Krallenwachstum kommt.

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Über den Autor / die Autorin → Guido Baumann
Ich freue mich, als tierlieber Autor für den Happy Pet Club schreiben zu dürfen.