Wer Hunde liebt und keinen eigenen Hund hat, möchte sich möglicherweise als Pflegestelle für einen Hund anbieten. Zwar ist es gut, einen gewissen Idealismus hierfür an den Tag zu legen, jedoch gibt es auch einige Voraussetzungen, um als Pflegestelle für Hunde fungieren zu können. Welche sind das?

Sachkundenachweis

Neben der Liebe für die treuen Vierbeiner benötigst du umfassende Sachkenntnis hinsichtlich Ernährung, Verhalten und Erziehung von Hunden. Daher wirst du als Pflegestelle für Hunde einen Sachkundenachweis vorlegen müssen. Des Weiteren musst du den Umfang deiner praktischen Erfahrungen mit Hunden darlegen.

Räumliche Voraussetzungen

Hunde brauchen Platz, so dass du deinem Pflegehund diesen entsprechend zur Verfügung stellen musst. Natürlich ist es ein Unterschied, ob du große schwere oder kleine Hunde betreuen möchtest. Dennoch ist ein Mindestmaß an Platz erforderlich, damit der Hund sich bei dir wohl fühlt. Auch eine kleine Terrasse oder ein Garten kann von Vorteil sein.

Ausreichend Zeit

Neben den räumlichen Bedingungen musst du über ausreichend Zeit für die Betreuung eines Vierbeiners verfügen. Falls du viele Stunden außer Haus bist, solltest du dich als Pflegestelle für Hunde daher eher nicht bewerben. Hinzu kommt, dass manch ein Hund aufgrund seiner Erlebnisse verunsichert ist und ihm eine Bezugsperson sowie ein kontinuierlicher Tagesablauf Sicherheit und Ruhe vermitteln können. Manche Hunde können nur schwer allein sein, was du ebenfalls bei deiner Zeitplanung berücksichtigen musst.

Vorhandene Grundausstattung

Als Pflegestelle für Hunde solltest du eigenes Zubehör wie Futternäpfe, Leinen, Spielsachen und Schlafplätze bereithalten. Verwende aus hygienischen Gründen nur Materialen, die gut zu reinigen sind. Hierzu gehören beispielsweise Futternäpfe aus Edelstahl oder Keramik (kein Plastik) sowie maschinenwaschbare Decken und Kissen.

Loslassen von Erwartungen

Wenn du Tierorganisationen eine Pflegestelle für Hunde anbieten möchtest, wirst du sicher ein großes Herz für Hunde haben. Hinzu kommt das Bedürfnis, helfen zu wollen. Mache dir jedoch folgendes klar: Erstens wird der Hund nur für eine begrenzte Zeit bei dir leben, bis du ihn wieder abgeben musst. Kannst du das verkraften, auch wenn du ihn liebgewonnen hast? Zweitens ist es möglich, dass der Hund, der zu dir kommt, schlechte Erfahrungen gemacht hat und sich entsprechend verhält. Dies betrifft vor allem Hunde aus dem Ausland oder einem Labor und ihre Betreuung kann nicht einfach sein. Ein Mindestmaß an Geduld ist deswegen unbedingt erforderlich. Prüfe im Vorfeld für dich, ob du innerlich mit diesen beiden wichtigen Aspekten klar kommst.

Wie wirst du Pflegestelle?

Wie lange ein Hund bei dir bleibt, hängt von den jeweiligen Umständen ab. Es können nur ein paar Tage, aber durchaus auch mehrere Wochen sein. Wenn du alle Voraussetzungen erfüllst, nimm Kontakt mit deinem lokalen Tierheim oder Tierschutzverein auf, welche Möglichkeiten es für dich gibt. Mit den Mitarbeitern dort kannst du den Bedarf besprechen und welche Art von Hunden am besten zu dir passen. Achte darauf, dass dir stets ein Ansprechpartner der entsprechenden Einrichtung zur Verfügung steht.

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Über den Autor / die Autorin → Guido Baumann
Ich freue mich, als tierlieber Autor für den Happy Pet Club schreiben zu dürfen.