So schnell geht es, und schon hat man ein paar tierische Untermieter. In Häusern der Menschen finden Tiere besonders auf Dachböden und in Dachhohlräumen eine neue Behausung. Sehr böse kann man seinen tierischen Bewohnern dabei gar nicht sein, da auch sie nur Schutz vor Wind, Regen, Schnee und Fressfeinden suchen. Was man auch völlig nachvollziehen kann. Dabei wird man meist durch Trippeln oder Lärm auf dem Dachboden darauf aufmerksam.

Deshalb sind Tiere auf dem Dachboden ein Problem

Häufig handelt es sich um Eichhörnchen, Fledermäuse, Siebenschläfer oder Marder. Kommt es nur zu ein paar leisen Geräuschen, könnte man eventuell damit leben, doch oft ist es mehr als das: laute, störende Geräusche entstehen und vor allem ein hohes Risiko, dass Kabel beschädigt werden. Diese Kabel stellen auch schnell ein erhöhtes Risiko für einen Brandherd dar. Auch andere Gegenstände, die sich auf dem Dachboden befinden, werden schnell in Mitleidenschaft gezogen. Daher sind die Tiere in diesem Fall keine Freude für die Hausbesitzer. Auch die Begegnung auf dem Dach mit dem Tier oder der Kontakt wird von vielen Hausbesitzern gefürchtet.

So wirst du ungewollte Tiere los

Es gibt die verschiedensten Wege, diese Bewohner loszuwerden, und wir haben ein paar Tipps für dich. Eichhörnchen zum Beispiel richten zwar keinen großen Schaden an, verursachen aber üble Gerüche. Sie sind aber schnell zu vertreiben durch Lärm, lautes Klopfen oder ein laufendes Radio schlägt sie meist schon in die Flucht. Ratten dagegen sind deutlich schwerer zu vertreiben. Sie nagen Dämmung und Kabel an und bilden Kolonien, die bei ihren Ausflügen nicht gerade leise sind. Da sie sehr intelligent und neugierig sind, ist es schwer, sie zu vertreiben. Daher ist es die effektivste Methode, den Kammerjäger zu rufen.

Mäuse sind dahingegen harmloser, doch sie fressen sich gerne durch Dämmungen und trennen sich nur ungern von ihrem neuen Zuhause, dazu vermehren sie sich stark und bauen Nester. Auch bei ihnen sollte der Kammerjäger gerufen werden, der entsprechende Mausefallen aufstellt. Bei beispielsweise Hornissen oder Wespen sollte man aufpassen, Allergiker könnten gestochen werden. Außerdem stehen sie unter Naturschutz deshalb dürfen sie nicht mit Insektengiften besprüht werden und sollten von geschultem Personal oder Imkern entfernt werden.

Was du bei einem Marder tun kannst

Ein erstes Mittel zur Abwehr von beispielsweise einem Marder wäre es, Schlupflöcher ausfindig zu machen und diese schnellstmöglich zu verschließen. Dies ist leider nicht ganz so einfach, da dem Steinmarder schon ein Loch mit 5 cm Durchmesser ausreicht, um durchzuschlüpfen. Man sollte jedoch darauf achten, den Marder nicht einzusperren, sonst kann es zu einem qualvollen Tod kommen. Zudem haben Marder von März bis Juli Junge und sollten nicht ausgesperrt werden, da die Jungen sonst verhungern würden. Es kann auch schon helfen, regelmäßig auf den Dachboden zu gehen, um die Bewohner zu verscheuchen.

Maßnahmen, die im Vorfeld getroffen werden können

Schon bei dem Bau eines Hauses kann auf solche Durchgänge geachtet werden. Eine Möglichkeit, damit der Marder oder Waschbär erst gar nicht ins Haus gelangt, sind sogenannte Marderbürsten. Sie haben Borsten ähnlich wie die eines Besens, die nach oben gerichtet sind. Da Waschbären und Marder etc. empfindliche Pfoten haben, laufen Sie nicht darüber. Die Marderbürsten werden in der Dachrinne und in Fallrohren angebracht.

Eine Hilfe, um die ungewollten Gäste loszuwerden, ist es, Äste die nah an das Haus ragen, abzuschneiden. Mit solchen Ästen wird es den Tieren sehr leicht gemacht, ins Haus oder auf das Dach zu gelangen. Wenn alles nichts hilft, bleibt nur noch der Kammerjäger. Diese sind auf das Vertreiben und das Aussperren von Mardern oder anderen Tieren spezialisiert. Fallen hingegen dürfen nur Jäger mit entsprechender Fangberechtigung aufstellen, und dies auch nur außerhalb der Schonzeit.

Fazit

Je nach Tierart gibt es verschiedene Dinge, auf die man Acht geben sollte, daher ist es immer gut, sich vorher zu informieren oder sich Rat einzuholen. Wir hoffen, dass wir dir helfen konnten und du ein paar Tipps mitnehmen konntest, um die ungewollten Mitbewohner schnell loszuwerden.

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