Wenn du deiner Katze schon einmal ins Maul geschaut hast, beispielsweise wenn sie gähnt, wirst du das typische Raubtiergebiss erkennen können. Die 30 Zähne der Katze sind so geformt und angeordnet, dass sie ihre Beute sicher und schnell fangen kann. Eine gute Zahnpflege bei Katzen ist wichtig für die Gesunderhaltung und nachfolgend erhältst du dazu nützliche Tipps.

Warum ist Zahnpflege bei Katzen wichtig?

Die Verdauung und die Gesunderhaltung der Katze beginnen bereits im Maul und mit gesunden Zähnen und Zahnfleisch. Es kann passieren, dass Futterreste in den Zahnzwischenräumen hängen bleiben und sich zuerst Zahnbelag und anschließend hartnäckiger Zahnstein bildet. Dieser wiederum kann, wie bei uns Menschen auch, Zahnfleischentzündungen oder Parodontose auslösen. Solche Folgeerscheinungen sind nicht nur schmerzhaft für die Katze, sondern können langfristig zu Zahnverlust oder auch Immunschwäche aufgrund der bakteriellen Entzündungen führen. Auch andere Erkrankungen können auf ein schlechtes Gebiss der Katze zurückgeführt werden.

Symptome von Zahnproblemen bei Katzen

Katzen zeigen verschiedene, jedoch eindeutige Symptome, falls sie Probleme mit den Zähnen oder dem Zahnfleisch haben. Hierzu gehören:

  • dauerhafte Verfärbungen der Zähne
  • starker Mundgeruch
  • sichtbarer Zahnbelag oder Zahnstein
  • gerötetes Zahnfleisch
  • auffallender, mitunter blutiger Speichelfluss

Damit es gar nicht erst so weit kommt, solltest du vorbeugen und dich der Zahnpflege deiner Katze regelmäßig zuwenden. Doch wie?

Zahnpflege bei Katzen beginnt mit dem Futter

Die beste Vorbeugung gegen Zahn- und Zahnfleischprobleme ist hochwertiges Futter. Hierzu eignet sich am besten hochwertiges Nassfutter ohne Zusatzstoffe, vor allem ohne Zucker und ohne Getreide. Betrachten wir die Ernährungsweise von Wildkatzen, ist frisches Fleisch die beste Prophylaxe gegen Zahnstein & Co.: Das Zerkauen von rohem Fleisch und Knochen poliert und pflegt die Zähne und nichts bleibt in den Zahnzwischenräumen hängen. Daher ist das Barfen eine gute Möglichkeit, die Zahnpflege bei Katzen zu unterstützen.

Pro und Contra Trockenfutter

Beim Füttern von Trockenfutter scheiden sich die Geister. Die einen befürworten Trockenfutter, weil es hart ist und für einen Abrieb der Zähne beziehungsweise des Zahnbelages sorgt. Kritiker geben zu bedenken, dass die Stückchen zu klein sind, als dass die Katze diese ordentlich zerkaut; stattdessen wird Trockenfutter nahezu unzerkaut geschluckt. Hinzu kommt, dass viele TroFu-Sorten Zucker und Getreide enthalten; eine Mischung, die die Bildung von Plaque mit all ihren Folgeerscheinungen noch begünstigt. Am besten stellst du hierzu deine eigenen Nachforschungen an oder lässt dich tierärztlich beraten.

Regelmäßige Sichtkontrolle

Katzen lassen sich nur ungern ins Maul fassen. Nutze daher jede Gelegenheit, wenn deine Katze gähnt oder faucht, um einen Blick auf ihre Zähne zu erhaschen. Falls du Verfärbungen oder auch andere der oben genannten Symptome erkennst, lasse dich tierärztlich beraten. Wahrscheinlich schaut er sich das Gebiss deiner Katze an und kann, falls nötig, den Zahnstein unter Vollnarkose entfernen.