Haustiere sind auf unsere Fürsorge angewiesen. Artgerechte Ernährung und Bewegung, Pflege und liebevolle menschliche Betreuung sind lebenswichtig für jedes Haustier. Doch was passiert, wenn du als Halter aufgrund einer Krankheit oder eines Unfalls ausfällst, oder – noch schlimmer – falls du verstirbst? Was passiert dann mit deinem Tier? Um diesen Notfall solltest du dir auf jeden Fall Gedanken machen und wir geben dir einige nützliche Tipps dazu.

Checkliste über dein Haustier

Der neue potenzielle Halter sollte alles über dein Tier wissen, was wichtig ist. Erstelle daher eine Art Checkliste über alles, was dazu gehört: Futtervorlieben, Allergien, Krankheiten, vorhandenes Zubehör, notwendige Medikamente, Persönlichkeit und Charaktereigenschaften, Vorlieben und Abneigungen, aktueller Impf- und Gesundheitsstatus, Kontaktdaten des behandelnden Tierarztes, EU-Heimtierausweis, Versicherungsunterlagen.    

Halte deine Wünsche schriftlich fest

Wenn du verantwortungsvolle Familienmitglieder oder Freunde hast, die dein Tier im Falle deines Ablebens übernehmen würden, ist dies schon einmal gut. Verlasse dich hier jedoch nicht auf mündliche Vereinbarungen, sondern halte am besten alles schriftlich fest und dokumentiere, wer dein Tier übernimmt. Dies kann in Form einer separaten Vereinbarung geschehen, die beide Parteien unterschreiben, oder du schreibst es mit in dein Testament. Schreibe ebenfalls auf, was mit deinem Tier geschehen soll, wenn es selbst eines Tages stirbt, um das neue Herrchen oder Frauchen in diesem Punkt zu entlasten.

Tipps zum Testament

Achte bei der Verfassung deines Testaments darauf, dass es juristisch anerkannt wird. Entweder kannst du dein Testament notariell beglaubigen lassen, was natürlich kostenpflichtig ist, oder du verfasst es handschriftlich, versehen mit Datum und Unterschrift. Bedenke, dass ein Tier rechtlich gesehen als Sache gilt und Erben den Nachlass auch ablehnen können – was in diesem Fall bedeuten würde, dass die Versorgung deines Tieres nicht gewährleistet wäre und es vermutlich im Tierheim landet. Sprich also im Vorfeld unbedingt mit den betreffenden Personen, ob sie dein Tier übernehmen würden, und hole dir ihre Zustimmung.

Keiner nimmt das Tier – und nun?

In deinem Familien-, Freundes- oder Bekanntenkreis gibt es niemanden, der deinen Hund, deine Katze oder dein Kleintier im Notfall dauerhaft übernehmen kann oder möchte? Dann hast du die Möglichkeit, zunächst einen Paten zu suchen, der dein Tier zumindest für eine gewisse Zeit nehmen und betreuen würde und sich um alles weitere kümmert. Im Internet gibt es inzwischen entsprechende Tierpaten-Portale und du solltest auch hier getroffene Vereinbarungen schriftlich festhalten. Auch können dir womöglich Tierschutzvereine oder Tierheime hilfreiche Tipps geben.  

Klärung der Finanzen

Je nachdem, um welche Tierart es sich handelt, kommen auf den neuen Halter mehr oder weniger hohe Kosten bei der Übernahme und weiteren Versorgung des Tieres zu. Wenn möglich, regele auch dies bereits im Vorfeld, damit mögliche Übernahmepläne nicht am Geld scheitern. Hierzu kann es nützlich sein, regelmäßig einen bestimmten Betrag anzusparen, beispielsweise auf einem Extra-Konto, der ausschließlich für diesen Zweck gedacht ist. Somit hat das neue Herrchen oder Frauchen einen finanziellen Puffer, falls es zur Übernahme deines Tieres kommen sollte. Denke daran, auch diesen Teil schriftlich zu fixieren.

Fazit

Mit dem Tod beschäftigt sich niemand gern, weder mit dem des Tieres noch mit dem eigenen. Doch gehört der Tod unweigerlich zum Leben dazu und jeden kann es jederzeit treffen. Bei der Vorsorge geht es darum, dass dein Tier nicht im Tierheim landet, sondern bei lieben Menschen weiterleben kann, die du im Idealfall kennst. Wenn du ein Haustier hast, solltest du dir daher Gedanken darum machen, was mit ihm im Fall der Fälle passiert.