Als ausgebildeter Therapiehund ist dein Vierbeiner in der Lage, bei verschiedenen Therapien zu helfen. Wenn du deinen Vierbeiner zum Therapiehund ausbilden möchtest, erfährst du in diesem Beitrag, welche Voraussetzungen ihr erfüllen müsst und was du allgemein zu beachten hast.

Was sind Therapiehunde?

Therapiehunde sind Haushunde, die in verschiedenen Therapieformen wie Sprach-, Ergo-, Psycho- oder Physiotherapien eingesetzt werden. Aufgrund ihrer sensiblen und einfühlsamen Art haben sie eine stressreduzierende Wirkung auf Menschen. Hunde tragen nachweislich dazu bei, dass Menschen emotionalen Stress abbauen können und sich der Blutdruck senkt. Da sie auch soziales Verhalten und Wohlbefinden der Menschen fördern, können manche Hunde zum Therapiehund ausgebildet werden, um kranken Menschen therapiebegleitend zu helfen.

Voraussetzungen für den Hund

Als Grundvoraussetzung für die Ausbildung zum Therapiehund muss dein Hund einen freundlichen Charakter haben. Generell kann jeder Hund, ob Mischling oder Rassehund, die Ausbildung zum Therapiehund machen. Zunächst wird der Hund einem Wesenstest unterzogen. Dieser Test umfasst die Prüfung seiner Erziehung und seines Verhaltens im Umgang mit dir und anderen Menschen. Ihr braucht eine gute Vertrauensbasis und müsst ein absolut verlässliches Team sein. Dein Hund darf sich keinesfalls ablenken lassen. Er muss alle erlernten Kommandos jederzeit korrekt ausführen. Am besten solltest du schon im Welpenalter mit der Ausbildung zum Therapiehund beginnen. Des Weiteren muss dein Hund muss einige wichtige Charakterzüge mitbringen. Hierzu zählt unter anderem, dass er sich gut führen lässt und ein ruhiges aber aufmerksames Wesen hat. Er darf keinerlei Neigung zu Aggressivität oder territorialem Verhalten haben. Eine gute Sozialisierung deines Hundes ist unerlässlich, um als Therapiehund arbeiten zu können.

Voraussetzungen an den Halter

Auch an dich werden hohe Anforderungen gestellt. Bevor die eigentliche Ausbildung beginnen kann, musst du mit deinem Hund die Grundausbildung abschließen. Außerdem wird dein Wissen als Hundeführer mit einem schriftlichen und mündlichen Test geprüft. Dein Fachwissen ist von hoher Bedeutung, um die Ausbildung angehen zu können. Auch solltest du ein hohes Maß an Empathie und Freude am Umgang mit Menschen mitbringen.

Welche Aufgaben erwarten deinen ausgebildeten Therapiehund?

Je nach erlerntem Einsatzgebiet wird dein Hund mit verschiedenen Aufgaben konfrontiert. Er muss unter deiner Anleitung auf Menschen und seine Umgebung reagieren. Zum Beispiel muss er eine Person ermutigen, mit ihm zu sprechen oder ihn sanft zu streicheln, damit diese lernt, ruhig und entspannt zu bleiben. Auch in Schulen kann dein Therapiehund helfen, wenn Kinder beispielsweise nach einem schrecklichen Erlebnis verstört sind. Er kann durch seine liebevolle Art Angstzustände oder traumatische Zustände lösen.

In welchen Bereichen kann dein ausgebildeter Therapiehund eingesetzt werden?

Wenn dein Therapiehund seine Ausbildung erfolgreich absolviert hat, kann er an verschiedenen Orten eingesetzt werden. Das kann zum Beispiel in Krankenhäusern, Schulen oder Bibliotheken sein. Auch bei Sprach-, Ergo-, Psycho- oder Physiotherapien kann dein Hund zum Therapieerfolg beitragen. Weiterhin kann er in Senioren- oder Pflegeheimen, Kindergärten und psychiatrischen Einrichtungen zum Einsatz kommen.

Welche Arten von Therapiehunden gibt es und wie unterscheiden sie sich?

Es besteht die Möglichkeit, einen Hund in verschiedenen Therapiebereichen auszubilden.

Begleithund:
Du kannst deinen Hund als Begleithund ausbilden. Das ist die unterste bzw. erste Ausbildungsstufe von Therapiehunden. Sie ist eine Eingangsprüfung für alle weiteren Hundetherapieprüfungen. Seine primäre Aufgabe hierbei ist, dich als Halter zu begleiten.

Besuchshund:
Wenn du deinen Hund als Besuchshund ausbilden möchtest, muss er keine besonderen Tricks können. Hierbei geht ihr zusammen in Kindergärten, Krankenhäuser oder Altenheime, um die Menschen dort durch die Anwesenheit deines Hundes zu erfreuen. Es steht der freundliche und soziale Kontakt zwischen Mensch und Hund im Vordergrund.

Assistenzhund:
Wenn du deinen Hund zum Assistenzhund ausbilden möchtest, dann muss er in der Lage sein, Menschen mit Behinderungen zu unterstützen. Er muss eigenständig und ohne deine Hilfe Kommandos ausführen können. Die bekannteste Form von Assistenzhunden ist der Blindenhund.

Welche Weiterbildungen gibt es für dich und deinen ausgebildeten Hund?

Im Anschluss an deine Ausbildung zum Therapiehundehalter hast du die Möglichkeit, eine Grundausbildung zum Hundepsychologen zu absolvieren. In dieser Grundausbildung wirst du auf die Arbeit als Hundetrainer, Hundepsychologe oder Therapeut vorbereitet.

Fazit

Hunde sind sehr einfühlsame und sensible Tiere, die eine große Hilfe für kranke Menschen sein können, um ihre Genesung zu unterstützen. Mit der Hundetherapieausbildung werden du und dein Vierbeiner vielen Menschen helfen können.

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