Als Hundehalter bist du einem erhöhten Risiko, Biss- oder Kratzwunden zu erleiden, ausgesetzt. Glücklicherweise sind die meisten dieser Verletzungen nur oberflächlich und heilen leicht von selbst. Doch gerade bei Hundebissen kommt hinzu, dass hierbei auch Bakterien oder Viren übertragen werden können, die Wundstarrkrampf auslösen können. Doch was ist Wundstarrkrampf überhaupt und wie kannst du dich speziell als Hundehalter davor schützen?

Definition von Wundstarrkrampf

Wundstarrkrampf, auch Tetanus genannt, ist eine durch die Bakterienart Clostridien tetani ausgelöste Infektion. Diese entsteht, wenn der Erreger über die Haut, beispielsweise durch Biss- oder Kratzverletzungen, in die Blutbahn gelangt. In rund 75% der Fälle ist die Infektion heilbar, rund 25% der Fälle enden tödlich, sobald sich die Gifte der Bakterien an die Nervenzellen angedockt haben. Zu den Risikogruppen gehören besonders ältere oder immunschwache Personen.

Was passiert bei der Tetanus-Infektion?

Sobald das Bakterium Clostridien tetani in die Blutbahn eingedrungen ist, produziert es ein Gift. Dieses breitet sich im Körper über das Blut aus, bindet sich an die Nervenzellen und gelangt auf diesem Wege ins Gehirn. Ist dies geschehen, reagiert der Körper mit schweren Krämpfen, die von außen deutlich sichtbar sind. Neben Muskelkrämpfen kann es zu starken Krämpfen mit Verzerrung des Gesichts und Krümmung des ganzen Körpers kommen. Die Inkubationszeit beträgt drei Tage bis drei Wochen.

Symptome von Wundstarrkrampf

Da die Inkubationszeit recht lang sein kann, ist der Auslöser hierfür womöglich längst in Vergessenheit geraten. Denn zunächst ist Wundstarrkrampf aufgrund der Symptome nicht unbedingt eindeutig zu erkennen. Hierzu gehören:

  • Kopf- und Gliederschmerzen
  • Abgeschlagenheit und Müdigkeit
  • Schweißausbrüche mit Fieber
  • Schluck- und Atembeschwerden durch Verkrampfung der Kehlkopfmuskeln
  • Schwere Muskelkrämpfe im ganzen Körper

Je schneller Tetanus erkannt und behandelt wird, also bevor sich die Gifte an die Nervenzellen binden und so die Krämpfe auslösen, desto größer sind die Chancen auf vollständige Genesung.

Vorbeugung

Kleine oder größere Verletzungen der Haut lassen sich kaum vermeiden, ob du einen Hund hast oder nicht. Grundsätzlich können Bisse oder Schnitte aller Art Wundstarrkrampf auslösen. Die einzige Möglichkeit, sich vor Tetanus zu schützen, ist eine entsprechende Schutzimpfung. Die Grundimmunisierung erfolgt meist schon im Säuglings- oder Kleinkindalter, kann jedoch jederzeit nachgeholt werden. Ob du eine Impfung für dich als Hundehalter als notwendig erachtest oder nicht, musst du selbst entscheiden, denn auch eine Tetanus-Impfung kann Nebenwirkungen haben. Lasse dich hierzu von deinem Hausarzt beraten.

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