Katzen sind neugierige Kletterer. Da kann es schon einmal passieren, dass sie in ihrem Entdeckerdrang auf einen Baum klettert und nicht mehr allein herunter kommt. Dies ist eine große Herausforderung für dich als Katzenhalter. Wir geben dir wichtige Tipps, wie du deine Katze sicher wieder vom Baum holen kannst.

Warum kommen Katzen nicht vom Baum?

Die Krallen einer Katze sind so geformt, dass sie mühelos einen Baumstamm hinaufklettern können. Aufgrund der Wölbung der Krallen geht es allerdings nicht mehr zurück: Die Katze müsste mit dem Kopf nach unten herunter klettern, aber die Krallen bieten auf diesem Weg keinen Halt. Rückwärts, also mit dem Hinterteil nach unten, hinabzuklettern, muss eine Katze erst aktiv lernen. Hat sie dies nicht gelernt und traut sich nicht, sitzt sie oben auf dem Baum fest.

Katze selber vom Baum holen

Zunächst kannst du versuchen, deine Katze selbst vom Baum herunterzuholen.  An oberster Stelle sollte hierbei deine eigene Sicherheit stehen. Niemandem ist geholfen, wenn du selbst oder ein Helfer bei der Aktion in die Tiefe fällt. Falls du also mit einer Leiter nach oben musst, achte darauf, dass die Leiter sicher am Baum steht. Lasse diese am besten von einer zweiten Person festhalten. Ziehe feste, geschlossene Schuhe an, damit du nicht abrutschst. Wenn sich die Katze in einer Höhe befindet, die du mit der Leiter gut erreichen kannst, versuche, sie anzulocken und zu greifen. Doch auch wenn du sie retten willst, kann es sein, dass sie nicht kooperiert, sondern sich ängstigt oder bedroht fühlt. Nimm am besten ein paar Leckerlis mit nach oben. Es kann auch helfen, eine Decke der Katze mitzunehmen aufgrund des vertrauten Geruchs. 

Hilfsmittel beim Retten

Wenn sich die Katze nicht mit den Händen einfangen lässt, kommt Plan B: Nimm eine Transportbox – eventuell ihre eigene – mit nach oben in der Hoffnung, dass die Katze dort freiwillig hineingeht. Auch das hat keinen Erfolg? Dann könnte es auch mit ein Kescher gehen, mit dem du die Katze einfängst. Dies ist zwar keine besonders sanfte Lösung, aber der Zweck heiligt in diesem Fall die Mittel. Zeigt auch dies keinen Erfolg, könntest du die Katze vom Baum herunterschubsen. Achtung: In diesem Fall müssen mehrere Helfer den Boden mit einem Laken als Sprungtuch sichern, damit sich das Tier beim Sturz keinesfalls verletzt. Schubse die Katze auf keinen Fall ungesichert in die Tiefe. Nicht nur du sollst bei der Rettungsaktion unverletzt bleiben, sondern auch die Katze.

Professionelle Hilfe

Problematisch wird es, wenn die Katze so weit nach oben geklettert ist, dass du entweder nicht das passende Equipment hast, oder aber aus anderen Gründen nicht so weit nach oben kommen kannst. Dann muss professionelle Hilfe her. Gibt es jemanden in der Nachbarschaft, der dir helfen kann? Manche Bauunternehmer oder Zimmermänner sind sehr gut mit hohen Leitern oder auch höhenverstellbaren Plattformen ausgestattet und können eventuell helfen. Auch hier gilt natürlich, dass sich niemand in Gefahr bringen darf. Besteht diese Möglichkeit nicht, hilft nur ein Anruf bei der Feuerwehr. Die Kosten für die Rettungsaktion deiner Katze musst du selbst tragen.

Wann musst du die Katze vom Baum retten?

Wie lange du deine Katze oben auf dem Baum sitzen lassen kannst, bevor du eine Rettungsaktion startest, lässt sich pauschal nicht sagen. Womöglich findet sie selbst nach kurzer Zeit einen Weg nach unten, wenn du ihr gut zuredest und sie anlockst. Verkriecht sie sich verängstigt in den Ästen oder maunzt jämmerlich, solltest du eine Rettungsaktion starten. Auch bei angekündigten Extremwettern solltest du deine Katze aktiv vom Baum herunterholen. An ihrem Verhalten kannst du vermutlich erkennen, ob sie mutig den Abstieg wagen wird oder du sie retten musst.

Fazit

Glücklicherweise kommt es nicht so häufig vor, dass eine Katze auf einem Baum festsitzt. Passieren kann dies allerdings immer. Am besten holst du dir Hilfe von jemandem, der dich im Fall der Fälle bei der Rettungsaktion unterstützt.