Die Augen sind das wichtigste Organ der Katze. Katzen haben eine hervorragende Sicht, da sich ihre Sehachsen überschneiden und sie einen Sichtwinkel von 200 bis 220 Grad haben. Ihre Sehkraft im Dunkeln übersteigt die des Menschen um mehr als 50 %. Doch die Augen der Katzen sind auch sehr empfindlich und anfällig für Störungen und Krankheiten. Erhalte hier einen Überblick über die möglichen Augenerkrankungen bei Katzen.

Erstes Erkennen von Augenproblemen

Katzenaugen sind markant und fallen sofort auf. Als aufmerksamer Katzenhalter bemerkst du somit relativ schnell, wenn mit den Augen deiner Samtpfote etwas nicht stimmt. Am besten beobachtest du sie nebenbei, statt ihr direkt in die Augen zu schauen, was Katzen nicht besonders mögen. Auf diese Weise kannst du Trübungen, Tränenfluss, Schwellungen oder unterschiedlich große Augen schnell erkennen. Auch verstärktes Blinzeln, Lichtempfindlichkeit oder Reiben mit den Pfoten kann auf Augenprobleme hinweisen. Übrigens können Probleme mit den Augen auch Folge- bzw. Begleiterscheinungen anderer Katzenkrankheiten sein. Welche Augenerkrankungen bei Katzen kommen häufig vor?

Verletzungen am Auge

Besonders Freigängerkatzen sind einem erhöhten Risiko ausgesetzt, sich am Auge zu verletzen, beispielsweise durch Kämpfe mit Artgenossen. Auch Fremdkörper können beim täglichen Revierrundgang leicht ins Katzenauge geraten. Derlei offensichtliche Verletzungen oder Beeinträchtigungen solltest du je nach Schwere tierärztlich kontrollieren lassen, damit keine Entzündungen entstehen. Auch die Entfernung von Fremdkörpern solltest du lieber den Tierarzt machen lassen.

Bindehautentzündung bei der Katze

Eine Konjunktivitis kann beispielsweise durch verstärkte oder dauernde Zugluft ausgelöst werden. Symptomatisch hierfür sind tränende und gerötete Katzenaugen sowie vermehrtes Blinzeln durch das Brennen. Mit tierärztlich verordneten Augentropfen kannst du deiner Katze schnell Linderung der Beschwerden verschaffen. Da  sich Katzen alles andere als kooperativ bei der Verabreichung verhalten, bittest du am besten eine zweite Person zur Hilfe. Während einer die Katze liebevoll, aber bestimmt hält, neigt der andere den Kopf der Katze leicht nach hinten und tröpfelt ins untere Lid. Sprich deiner Mieze dabei beruhigend zu und rechne damit, dass sie danach erstmal sauer auf dich ist.

Nickhautvorfall bei der Katze

Die Nickhaut ist eine kleine Bindehaut am inneren Augenlid. Sie schützt die Pupillen, schließt sich beim Schlafen über das Auge und sollte sich stets vollständig zurückziehen. Tut sie dies nicht, kannst du dies sogar als Laie ganz leicht erkennen. Die Ursachen hierfür können vielfältig sein; angefangen von einer Mittelohrentzündung, über Parasitenbefall bis hin zu Magen-Darm-Störungen. Bei einem Nickhautvorfall solltest du deine Katze recht zügig deinem Tierarzt vorstellen, um die Ursachen abzuklären.

Weitere Augenkrankheiten bei Katzen

Nicht immer sind Probleme mit den Augen ursächlich auch dort zu finden. So können Diabetes, Leukose, Bluthochdruck, Mangelernährung oder Katzenschnupfen Probleme mit den Augen der Katze nach sich ziehen. So können auch Tumore, Netzhautschäden oder Iriserkrankungen die Sehfähigkeit der Katze herabsetzen, was du an einem veränderten Verhalten deiner Samtpfote erkennen kannst. Deswegen ist es so wichtig, nicht nur die Symptome zu behandeln, sondern den Ursachen auf den Grund zu gehen. Zögere daher nicht, dich mit deinem Tierarzt zu beraten, falls dir Veränderungen deiner Katze an den Augen oder damit einhergehend im Verhalten auffallen.