Du bist Katzenfan und möchtest dem erlauchten Kreis der Dosenöffner beitreten? Dann fehlt nur noch die passende Katze bzw. Katzen zu deinem Glück. Die Auswahl ist unendlich groß, und neben dem Herz, was letztendlich die Entscheidung trifft, gibt es noch andere Punkte zu bedenken.

Grundlagen der Entscheidungsfindung

Zunächst werde dir klar darüber, ob du eine reine Wohnungskatze halten möchtest oder ob du der Mieze Freigang gewähren kannst. Das schränkt die Auswahl bereits sehr entscheidend ein. Überlege des Weiteren, ob du eine oder zwei Katzen aufnehmen möchtest. Dann kannst du dein Augenmerk bei der Suche von Anfang an auf ein Geschwisterpärchen oder eng befreundete Katzen, die im Tierheim leben, legen.

Das Alter der Katze

Kleine Kätzchen sind einfach zuckersüß, und kaum jemand kann den kleinen tapsigen Plüschpopos widerstehen. Wenn du eine junge Katze aufnimmst, kannst du sie von Anfang an erziehen und eine Beziehung zu ihr aufbauen. Nachteil ist, dass Jungkatzen besonders viel Aufmerksamkeit, Pflege und Konsequenz benötigen, haben sie doch eine Menge Unsinn im Sinn und entdecken und spielen am liebsten den ganzen Tag. Dies musst du in deiner Zeitplanung berücksichtigen. Zudem ist es besser, gleich zwei Jungtiere aufzunehmen, da der Kontakt zu Artgenossen für sie besonders wichtig ist, vor allem bei reinen Wohnungskatzen. Ältere Katzen haben den Vorteil, dass sie stubenrein und erzogen sind und meist nicht mehr über „Tisch und Bänke“ gehen. Sie sind also durchaus pflegeleichter als Kätzchen. Wenn du noch nicht so katzenerfahren bist, ist eine ältere Katze ebenfalls von Vorteil. Zudem geht von ihnen stets ein besonderer Charme und große Weisheit aus.

Die Katzenrasse

Es gibt rund 40 anerkannte Katzenrassen. Diese unterscheiden sich nicht nur im Aussehen, sondern auch in ihren Eigenschaften und Persönlichkeiten. Einige Katzenrassen wie die Birma oder Ragdoll sind beispielsweise besonders menschenbezogen und brauchen engen Kontakt zu ihrer Bezugsperson oder eine Zweitkatze als Gesellschaft. Wenn du also viel unterwegs bist, solltest du eine etwas autarkere Rasse wählen wie die Perserkatze. Die klassische Hauskatze ist im Übrigen auch eine Rasse und gilt als die ursprünglichste Katzenrasse. Die Hauskatze gibt es in unendlicher Farb- und Charaktervielfalt, wo du ganz sicher ein Exemplar findest, was zu dir passt. Mache dir also Gedanken darüber, welche Eigenschaften deine Katze haben sollte: lieber schmusig oder eigenständig, verspielt oder genügsam, wild oder sanft?

Katze oder Kater?

Es ist schwer zu sagen, ob Katze oder Kater umgänglicher ist. Viele Katzenbesitzer stellen fest, dass kastrierte Kater meist schmusiger sind als weibliche Tiere, die eher zu Zickigkeit neigen. Es kommt letztendlich immer auf den Charakter des Tieres an. Wichtig ist, dass du unabhängig vom Geschlecht das Tier unbedingt kastrieren lassen solltest, sofern dies noch nicht geschehen ist. Zum einen verhindert Kastration die unkontrollierte Vermehrung von Katzen, zum anderen sind kastrierte Katzen und Kater einfach umgänglicher.

Die Fellfarbe

Ähnlich wie beim Autokauf, lassen wir – besonders Frauen – uns leicht von Farbe und Aussehen leiten. Die Fellfarbe der Katze sollte nicht an erster Stelle stehen, denn wichtiger sind der Charakter und die Persönlichkeit, damit die Katze zu dir passt. Dennoch: Nichts spricht dagegen, auch die Fellfarbe mit einzubeziehen. Wer dunkle Möbel und Sofas hat, findet helle Katzenhaare womöglich sehr unpraktisch (obwohl sie dann besser zu sehen sind!). Dreifarbige Katzen werden auch Glückskatzen genannt und rein weiße Tiere üben immer eine gewisse Faszination aus. Interessant ist, dass schwarze Katzen immer noch weniger häufig adoptiert werden als andere Farben. Das Vorurteil, dass schwarze Katzen Unglück bringen, scheint tief im kollektiven Bewusstsein verankert zu sein, hat aber mit der Realität nichts zu tun. Also, warum nicht das Augenmerk gerade auf eine schwarze Katze lenken? Ihr schwarzes Fell mit strahlenden blauen, gelben oder grünen Augen ist unvergleichlich mystisch und faszinierend.

Der Gesundheitszustand der Katze

Sicher wünscht sich jeder Katzenhalter ein gesundes und vitales Tier. Dennoch gibt es viele Katzen gerade in den Tierheimen, die gesundheitliche Einschränkungen haben, aber ein durchaus normales und glückliches Leben führen können. Je nach Handicap können zwar Extraausgaben für Medikamente oder Tierarztkontrollen auf dich zukommen, die du im Vorfeld aber erfragen und für dich kalkulieren kannst. Erfahrungsgemäß sind solchen Tiere besonders dankbare, treue und liebe Weggefährten! Überlege, ob du einer dieser Miezen eine Chance auf ein schönes Zuhause geben möchtest.

Die Herkunft der Katze

Wo möchtest du deine Katze herholen? Allererste Adresse sollte hier ein Tierheim sein. Tausende Katzen sitzen in Tierheimen und warten auf ein schönes Zuhause. Es gibt viele Vorurteile und Irrtümer über Tierheimtiere, weswegen du dir selbst ein Bild machen und dich auf den Weg ins nächste Tierheim begeben solltest. Du kannst auch vorab auf den Webseiten von Tierheimen stöbern und dir die Fotos und Steckbriefe der wartenden Stubentiger ansehen. Vielleicht verliebst du dich schon so auf Anhieb in eine Katze, die zu dir passt. Des Weiteren hast du dort die Möglichkeit, die Katze ein wenig kennen zu lernen, bevor du sie mitnimmst. Du kannst sie im Katzenhaus besuchen, sie streicheln und Kontakt mit ihr aufnehmen. Sicher hat auch die Wahl einer Katze von einem guten Züchter ihren Reiz, aber angesichts der Überpopulation von Katzen sollte deine Wahl auf eine Mieze aus dem Tierheim fallen.

Am Ende entscheidet das Herz

Gehe an die Entscheidung, welche Katze zu dir passt, mit Herz und Verstand. Schließlich gehst du, je nach Alter der Katze, eine lange Beziehung ein, die zehn Jahre und länger dauern kann. Es lohnt sich also, alle Aspekte in die Entscheidung mit einzubeziehen.

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Über den Autor / die Autorin → Andrea Schubert
Ich liebe Tiere sehr und hatte Kaninchen, Meeris, Hunde, Katzen und ein Pferd. Vor einigen Jahren habe ich bereits Beiträge für ein Haustier-Printmagazin geschrieben.

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