Hamster sind beliebte, wenn auch nicht anspruchslose Haustiere. In erster Linie sind sie Beobachtungstiere mit einem großen Platzbedarf. Was ihre tägliche Pflege angeht, übernehmen Hamster diese zum größten Teil selbst. Doch für ein paar Dinge, die die Pflege deines Hamsters betreffen, bist du zuständig.

Sauberkeit der Einstreu im Gehege

Hamster sind recht reinliche Tiere und bevorzugen feste Ecken für ihren Toilettengang. Biete deinem Hamster daher eine handelsübliche Toilette an, die du in seinem Gehege verbaust. Mit Glück nutzt er diese und verrichtet dort zumindest sein kleines Geschäft. Hamsterpipi, beziehungsweise die feuchten Ecken, solltest du täglich entfernen – mehr jedoch nicht. Die Hamsterköttel kannst du zunächst im Streu belassen, denn eine Komplettreinigung des Geheges bedeutet Stress für den Hamster. Der Grund ist, dass er seine Duftmarken überall verteilt und auch unterirdische Gänge anlegt, die du mit der Reinigung zerstörst. Es ist ausreichend, wenn du ab und zu die kleinen Köttel einsammelst. Eine Komplettreinigung ist in der Regel nur bei Parasitenbefall nötig.

Entfernen von Futterresten

Neben hochwertigen Körnern und Saaten mögen Hamster gern auch Frischfutter. Bevor sie es fressen, bunkern sie es ein. Nicht immer futtern sie alles an einem Tag auf, so dass du nicht aufgenommenes Frischfutter täglich entfernen solltest, damit nichts schimmelt oder verwelkt. Mit der Zeit merkst du, wieviel dein Hamster frisst, so dass du die Portionen entsprechend anpassen kannst, damit nichts übrig bleibt.

Fellpflege deines Hamsters

Die Fellpflege übernimmt dein Hamster selbst und putzt sich regelmäßig und ausgiebig. Sein Putzverhalten ist ein Zeichen dafür, dass es ihm gut geht. Sein Fell sollte stets sauber und glänzend sein und falls du hier Veränderungen bemerkst, solltest du dir deinen kleinen Nager genauer anschauen. Möglicherweise hat er Parasitenbefall oder fühlt sich aus anderen Gründen nicht wohl. Das Fell eines Teddyhamsters solltest du jedoch pflegen: In ihrem langen Fell können sich Streu, Nistmaterial, kleine Äste oder Gräser verfangen, welches du vorsichtig von Hand herauslösen solltest. Eine weiche Bürste kann hier ebenfalls nützliche Dienste leisten. Wichtig ist auch, dass du deinem Hamster ein Sandbad zur Verfügung stellst. Hierzu eignet sich eine mit Chinchillasand gefüllte Tonschale oder ein Bonbonglas, so dass sich das Tier im Sand wälzen kann. Dies dient ebenfalls der Fellpflege und ist zudem eine Beschäftigung, die ihm Spaß macht.

Pflege von Krallen und Zähnen

Bei einer Einrichtung des Geheges mit natürlichen Materialen nutzen sich die Krallen von allein ab. Hierzu eignen sich flache, runde Steine oder Baumrinden/-röhren. Verwende niemals Plastikzubehör in deinem Hamstergehege. Die Gefahr ist groß, dass er dieses annagt und Teile davon verschluckt oder sich an spitzen Ecken verletzt. Die Zähne nutzen sich durch die Gabe von Ästen, Zweigen und Körnern auf natürliche Weise ab. Solltest du jedoch das Gefühl haben, dass Krallen oder Zähne zu lang sind, stelle deinen Hamster einem kleintierkundigen Tierarzt vor. 

Allgemeine Gesundheitspflege

Du solltest deinen Hamster täglich unter die Lupe nehmen und beobachten, ob er sich normal verhält, bewegt, putzt und frisst. Auch sein Gewicht sollte konstant und Augen und Fell glänzend sein. Nicht jeder Hamster mag sich anfassen lassen, aber der tägliche Check ist auch visuell möglich. Denn wenn du dein Tier gut kennst und aufmerksam beobachtest, wirst du Veränderungen schnell bemerken. Hier ist es wichtig, schnell zu reagieren, denn für solch kleine Tiere mit einer ohnehin vergleichsweise geringen Lebenserwartung bedeuten Krankheiten leider oft ein vorzeitiges Ende ihres Lebens. Lies hier mehr zur Gesundheitsvorsorge deines Hamsters.

Fazit

Mit ein wenig Aufmerksamkeit und Fürsorge kannst du deinen Hamster leicht in seiner täglichen Pflege unterstützen und seine Gesundheit lange erhalten.