Das Sprichwort “Wie das Herrchen, so der Hund” gibt es nicht umsonst. Schon lange ist bekannt beziehungsweise es fällt auf, wie ähnlich sich der Mensch und sein Haustier sein können. Es gibt sogar Mensch-Tier-Beziehungen, in denen beide äußerliche Ähnlichkeiten aufweisen. Welchen Grund hat das und wie kannst du dieses Wissen für dich und deinen Hund oder deine Katze nutzen?

Die Spiegelneuronen

Gleiches zieht Gleiches an, was auch das mit uns lebende Haustier betrifft. Ein Tier kommt immer zum passenden Zeitpunkt in unser Leben und viele Tierfreunde sind sich sicher, dass ihr Tier sie ausgewählt hat, nicht umgekehrt. An dieser Stelle kommen die Spiegelneuronen ins Spiel, mit denen Menschen und Tiere ausgestattet sind. Bei diesen Nervenzellen handelt es sich um ein Resonanzsystem im Gehirn, welches auf Stimmungen, Gefühle oder Verhaltensweisen seines Gegenübers reagiert. Diese Nervenzellen feuern nicht nur dann, wenn Mensch oder Tier aktiv handeln, sondern auch, wenn sie eine Handlung nur beobachten.

Empathie fördert das Feuern der Spiegelneuronen

Falls du beispielsweise deinen Hund dabei beobachtest, wie er herzhaft gähnt, wirst du dies vermutlich ebenfalls sofort tun. Je empathischer jemand ist, desto stärker feuern die Spiegelneuronen, d.h. desto stärker reagieren wir auf unser Gegenüber. Da gerade Tiere besonders empathisch sind, ist es nur verständlich, dass wir mit ihnen in ganz besonderer Symbiose leben und sie sofort durch uns beeinflusst werden. Dies bedeutet, dass sie unser Verhalten und Aussehen, unsere Stimmungen und Charaktereigenschaften und unsere Krankheiten und Probleme spiegeln können. Was Krankheiten und Probleme angeht, nehmen sie uns diese sogar oft ab bzw. übernehmen sie.

Verschiedene Arten des Spiegelns

Gleiches zieht Gleiches an: Ein sensibler Mensch hat beispielsweise eine entsprechend sensible Katze. Ein ängstlicher, verletzter Mensch fühlt sich zu einem Hund hingezogen, der Ähnliches im Leben erlebt hat.

Auch das Gegenteil ist möglich, nämlich dass gerade Gegensätze zueinander finden. Ein mutiger, tatkräftiger Mensch lebt z.B. mit einem sehr ängstlichen Hund zusammen. Das Tier drückt hier das genaue Gegenteil seines Menschen aus, um sein “zu viel” oder “zu wenig” auszugleichen.

Weiterhin gibt es einen Bezug zwischen der emotionalen Befindlichkeit des Menschen und der körperlichen Verfassung des Tieres. Zeigt ein Tier beispielsweise Verdauungsbeschwerden oder Allergien, kann sich dies auf Sorgen oder Nervosität seines Menschen zurückführen lassen.

Wenn wir also möchten, dass es unserem Haustier rundum gut geht (und uns selbst natürlich auch), müssen wir das ganze System betrachten, in dem Mensch und Tier zusammen leben.

Hilfe zur Selbsthilfe

Es ist im Grunde recht einfach: Hast du Stress, hat ihn dein Tier auch. Bist du laufend müde oder gereizt, wird dein Tier ähnliche Verhaltensweisen hervorbringen. Neigst du zu bestimmten körperlichen Beschwerden, lassen sich oft Analogien beim Tier finden. Das heißt: Je besser es dir geht, desto besser geht es deinem Haustier. Was kannst du also tun?

  • Arbeite an dir selbst und an deinen “Themen”, z.B. Angst, Eifersucht etc.
  • Nimm eine positive Grundhaltung im Leben ein
  • Achte auf deinen Körper durch gute Ernährung und Bewegung
  • Reduziere den Stress in deinem Leben.

Fazit

Das Wissen um das Spiegeln zwischen Mensch und Tier ist äußerst nützlich. Oftmals kannst du über diesen Weg die eine oder andere Befindlichkeit, gesundheitliche Probleme oder Verhaltensauffälligkeiten deines Haustieres erkennen und auflösen.