Wie wir Menschen auch, können auch Katzen Demenz bekommen. Die Symptome sind ganz ähnlich, und eine demente Katze benötigt entsprechende Hinwendung und Pflege. Wir geben dir nützliche Tipps, wie du deiner Katze helfen kannst, falls sie an Demenz erkrankt ist.

Was ist Demenz?

Demenz ist eine degenerative Erkrankung des Gehirns, die nach und nach zum Verlust körperlicher und geistiger Funktionen führt. Dieser Verlust ist sichtbar durch Veränderungen der Motorik, des Verhaltens und der Persönlichkeit. Demenz ist nicht heilbar, sondern kann allenfalls durch entsprechende medikamentöse Behandlung verlangsamt werden. Dies betrifft auch Katzen, die heute unter anderem durch bessere medizinische Versorgung bis zu 20 Jahre und älter werden können.

Wie macht sich Demenz bei Katzen bemerkbar?

Zunächst ist es nicht immer einfach, bei einer Katze Demenz zu diagnostizieren, da es keinen eindeutigen Test gibt und die Symptome vielfältig sein können. Jedoch gibt es Symptome, die einzeln oder gebündelt auftreten und auf eine Demenzerkrankung der Katze hinweisen können:

  • Maunzen oder Schreien ohne offensichtlichen Grund
  • Desorientiertheit und planloses Umherlaufen
  • Unsauberkeit
  • anderes Fressverhalten
  • verändertes Sozialverhalten gegenüber anderen Katzen im Haushalt.

Wie hilft der Tierarzt deiner erkrankten Katze?

Solltest du bei deiner Katze Symptome bemerken, die auf eine Demenz hinweisen könnten, stelle sie unverzüglich deinem Tierarzt vor. Je schneller er mit einer passenden Therapie beginnt, desto besser lässt sich die Demenzerkrankung verlangsamen – auch wenn Demenz bei Katzen nicht heilbar ist. Außerdem sollte der Tierarzt untersuchen, ob weitere Erkrankungen vorliegen, die medikamentöser Behandlung bedürfen.

So kannst du deiner Katze helfen

Auch dir kommt eine besondere Rolle bei der Betreuung deiner an Demenz erkrankten Katze zu. Zunächst solltest du ihr mit Liebe und Geduld begegnen, da sie viele Verhaltensweisen nicht mehr so gut steuern kann. Schimpfe also nicht mit ihr, wenn sie ihre Toilette nicht rechtzeitig findet und mal etwas daneben geht. Dies sind praktische Hilfen, mit denen du deine demente Katze unterstützen kannst:

  • Schaffe feste Tagesabläufe mit festen Spiel- und Fresszeiten
  • Baue aktive Spieleinheiten ein, die die Konzentration der Katze fördern, ohne sie zu überfordern
  • Achte darauf, dass deine Katze ausreichend frisst und Flüssigkeit aufnimmt; ein Trinkbrunnen kann hierbei helfen
  • Stelle deiner Katze leicht erreichbare Schlafplätze zur Verfügung
  • Nimm eine Katzentoilette mit niedriger Bodenschale
  • Lasse deine Freigängerkatze bei fortgeschrittener Demenz nicht mehr nach draußen.

Leben mit Demenz

Deiner Katze ist es durchaus möglich, noch mehrere Monate oder sogar Jahre mit Demenz zu leben. Denn die Erkrankung selbst verursacht keine Schmerzen und mit entsprechender Unterstützung kann sie zuhause gut zurechtkommen und einen würdigen Lebensabend bei dir verbringen. Du wirst spüren, wenn der Moment kommt und du sie gehen lassen musst.

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Über den Autor / die Autorin → Petra Schulz HPC-Team Administrator
Als Redakteurin kümmere ich mich um das Magazin des HPC und schreibe Beiträge und Reportagen. 🙂