Wenn das Klettern, Springen und Kraxeln beschwerlich wird, kann es sein, dass deine Katze Arthrose bekommen hat. Es gibt einige Symptome, die darauf hindeuten. Diese zu kennen, hilft dir, deine Katze zu unterstützen und die schmerzhafte Gelenkerkrankung zu lindern. Erfahre hier, wie du Arthrose bei der Katze erkennen und was du tun kannst.

Arthrose ist eine typische Alterserscheinung

Rein statistisch sind überwiegend ältere Katzen ab zehn Jahren von Arthrose betroffen. Die Krankheit zählt zu den typischen Alterserscheinungen, bei denen Knorpel und Gelenke von Hüfte, Schulter, Knie oder Ellenbogen schmerzhaft verschleißen und die Bewegungsfähigkeit beeinträchtigen. Deswegen ist es wichtig, die Symptome zu kennen und die Katze im Verdachtsfall einem Tierarzt vorzustellen. Denn die Krankheit musst du in jedem Fall behandeln lassen.

Arthrose oder Arthritis?

Diese beiden Erkrankungen werden oft verwechselt. Bei Arthrose handelt es sich um eine degenerative Gelenkerkrankung, bei der die Gelenke und Knorpel verdicken, während zeitgleich die Gelenkflüssigkeit abnimmt. Dies führt dazu, dass Bewegungen sehr schmerzhaft sind. Arthritis hingegen ist eine altersunabhängige, aber ebenfalls schmerzhafte Entzündung der Gelenke, die durch verschiedene andere Erkrankungen oder Infektionen ausgelöst werden kann. Die Behandlung beider Krankheitsbilder fällt entsprechend unterschiedlich aus.

Symptome von Arthrose bei der Katze

Wie viele andere Tiere auch, sind Katzen ziemlich gut darin, ihre Beschwerden nicht zu zeigen. Dennoch solltest du, wenn du deine Katze gut kennst und sie aufmerksam beobachtest, gewisse Veränderungen in ihrem Verhalten feststellen können. Folgende Symptome lassen sich – einzeln oder auch kombiniert – feststellen:

  • Eingeschränkte Bewegungsfähigkeit, zum Beispiel beim Springen, Treppensteigen oder Laufen
  • Probleme beim Einstieg in die Katzentoilette
  • Bewegungsunlust, obwohl die Katze ausgeschlafen wirkt
  • Abwehr beim Hochnehmen oder Getragen werden
  • Reizbarkeit und Appetitlosigkeit aufgrund von Schmerzen

Behandlung von Arthrose bei Katzen

Die oben genannten Symptome sollte zunächst der Tierarzt zuordnen und eine Arthrose diagnostizieren. Keinesfalls solltest du deine Katze selbst mit Medikamenten versorgen. Da es unterschiedliche Stadien oder Schweregrade bei Arthrose gibt, sollte dein Tierarzt den für deine Katze optimalen Behandlungsplan aufstellen. Hierzu gehört in der Regel eine Behandlung der Schmerzen über Medikamente, Futterzusätze oder Nahrungsergänzungsmittel. Auch haben sich ergänzend Physiotherapie und Akupunktur bei Arthrose sehr gut bewährt.

Was du selbst tun kannst

Du selbst kannst den Alltag deiner Katze, wenn sie an Arthrose leidet, angenehmer gestalten. Verlege ihre Lieblings-Schlafplätze ebenerdig, damit sie nicht mehr auf erhöhte Plätze springen muss. Auch eine Katzentoilette mit niedrigem Rand ist empfehlenswert. Auch wenn Bewegung mitunter schmerzt, sollte deine Katze nicht nur liegen, denn ist sie einmal „warmgelaufen“ lindert dies meist die Schmerzen. Animiere sie daher mit Spielen, ohne dass sie die Gelenke durch Sprünge belasten muss. Wenn deine Katze Freigänger ist, lasse sie weiterhin nach draußen, sofern sie das möchte.  

So kannst du vorbeugen

Damit deine Katze möglichst gar nicht an Arthrose erkrankt, achte zeitlebens auf ausgewogene und artgerechte Ernährung ohne belastende Zusatzstoffe im Futter. Zudem solltest du Übergewicht bei deiner Katze vermeiden, denn auch jüngere Katzen können leider an Arthrose erkranken.