Katzen und ihre Menschen haben eine besondere Verbindung, auch wenn den Samtpfoten eine ausgeprägte Unabhängigkeit nachgesagt wird. Glücklich ist, wer eine Katze hat und sie über ein langes Leben an der Seite hat. Wenn Katzen sterben, ist dies besonders traurig und schmerzhaft und es ist eine Zeit, in der Katzen liebevolle Begleitung auf ihrem letzten Weg brauchen. Woran kannst du erkennen, wenn Katzen sterben und was ist in dieser Phase das Beste für sie?

Je nach Rasse und Veranlagung haben Katzen eine Lebenserwartung von 12 bis 15 Jahren, manche werden sogar noch älter. Dies ist eine lange Zeit, die Mensch und Katze miteinander verbringen und einander ans Herz gewachsen sind. Bricht die letzte Lebensphase der Katze an, solltest du diese – trotz aller Trauer – intensiv und bewusst erleben und gestalten.

Ursachen für den Tod von Katzen

Wenn Katzen sterben, kann dies natürlich mehrere Ursachen haben. Neben einem hohen Alter mit möglichen Begleiterscheinungen können auch junge Katzen sterben. Bei jungen Katzen können in erster Linie Infektions- oder Erbkrankheiten, Unfälle oder Vergiftungen zum Tode führen. Der Tod einer Katze kann mehr oder weniger plötzlich eintreten und es gibt Katzen, die keinerlei Anzeichen haben und dennoch plötzlich sterben. Außerdem kann es gemäß „Totgesagte leben länger“ durchaus auch passieren, dass sich deine todgeweihte Katze von ihrer Krankheit oder ihrem Unfall wieder erholt, so dass du wiederum nicht zu früh aufgeben solltest. Andererseits ist es manchmal offensichtlich und unumgänglich, dass die geliebte Samtpfote gehen muss. Doch woran ist überhaupt zu erkennen, dass die geliebte Katze stirbt?

Anzeichen einer sterbenden Katze

Als Katzenhalter ist es gut, die Symptome einer sterbenden Katze zu kennen, damit du weißt, wie du sie am besten begleiten kannst. Ist deine Katze alt und du spürst, dass ihre Lebenskraft schwindet, solltest du dich mit den verschiedenen Sterbephasen beschäftigen. Du wirst womöglich feststellen, dass sich deine Katze immer mehr zurückzieht und ein erhöhtes Schlafbedürfnis hat. Als Freigänger mag sie vielleicht nicht mehr nach draußen gehen und auch nicht mehr spielen . Zudem wird sie mit der Zeit weniger Appetit haben, an Gewicht verlieren und stumpferes Fell bekommen. Bei manchen alten Katzen können Erblindung oder Demenz hinzukommen. Zunächst mag deine alte Katze mit der einen oder anderen Einschränkung noch gut leben können, jedoch werden ihre Kräfte nach und nach natürlicherweise schwinden.

Einen informativen Einblick in die einzelnen Sterbephasen und wie du darauf eingehen kannst, erhältst du in diesem Beitrag.

Praktische Hilfe: Was brauchen sterbende Katzen?

Unabhängig davon, was zum baldigen Tod deiner Katze führt, kannst und solltest du sie in jedem Fall liebevoll auf ihrem letzten Weg begleiten. Unterschätze hierbei deine Bedeutung nicht, denn als ihr oft jahrelanger Gefährte bist du wichtig für sie und kannst ihr viel Kraft geben. Auch für deine Katze ist dies ein bedeutsamer Weg, dem sie nicht unbedingt furchtlos entgegensieht. Denn wenn Katzen sterben, brauchen sie in erster Linie das Gefühl, dass ihre Bezugsperson bei ihnen ist und sich um sie kümmert. Ganz praktisch hilf deiner sterbenden Katze folgendermaßen:

  • Falls sie Schmerzen hat, lindere diese mit entsprechenden Medikamenten oder Naturheilmitteln in Absprache mit deinem Tierarzt.
  • Biete deiner Katze einen Platz, an dem sie ungestört ist, wenn sie ausruhen möchte.
  • Platziere Schlafplatz und Katzentoilette auf einer Etage, so dass sie sich leicht dazwischen bewegen kann.
  • Schimpfe nicht mit deiner Katze, falls sie unsauber wird, weil sie es nicht mehr zum Klo geschafft hat.
  • Lasse deiner Katze ihren Freiraum, sich so zu bewegen und so viel zu fressen, wie sie möchte.
  • Oftmals kehrt unmittelbar vor dem Tod eine gewisse Energie zurück und die Katze läuft wieder umher, spielt usw. Erschrick dich nicht, wenn dies nur kurz anhält und sie dann abrupt endgültig abbaut.
  • Triff keine vorschnelle Entscheidung, ob du deine Katze einschläfern lässt.
  • Ist dieser Schritt unumgänglich, lasse sie im Moment des Todes nicht allein.
  • Wenn möglich, lasse den Tierarzt zu dir nach Hause kommen und erspare der Katze die letzte Fahrt in die Praxis.

Einschläfern – ja oder nein?

Das Einschläfern von Tieren, in diesem Zusammenhang von Katzen, wird unterschiedlich beleuchtet und betrachtet. Es ermöglicht, schweren körperlichen Leiden und Schmerzen durch tierärztliche Begleitung ein Ende setzen zu lassen. Leider greifen Katzenhalter oftmals zu schnell auf diese Methode zurück, weil sie entweder denken, dass ihre Katze zu sehr leidet oder aber sie selbst den Anblick ihrer sterbenden Katze nicht mehr ertragen können.

Da eine Euthanasie nicht mehr rückgängig zu machen ist, triff diese Entscheidung mit Bedacht. Die meisten Katzenhalter sagen, dass sie einfach wussten, wann der richtige Moment gekommen ist. Wenn du diesen wirklich spürst und das Gefühl hast, dass es der richtige Zeitpunkt für die Katze – und nur für die Katze – ist, dann kann es eine gnädige Art sein, das Leben deiner Katze mit all den Schmerzen zu beenden. Dein Tierarzt kann dich hierbei beraten, aber lass letztendlich immer dein Gefühl diese Entscheidung treffen. Denn nichts spricht dagegen, einer alten Katze, die keine Schmerzen hat, einen natürlichen Ausklang ihres Lebens zu ermöglichen und sie von allein für immer einschlafen zu lassen.

Fazit

Niemand beschäftigt sich gern mit dem Tod, auch wenn er unumgänglich ist. Befasse dich deswegen rechtzeitig damit, dass deine Katze eines Tages sterben muss. Wenn Katzen sterben und du sie begleiten darfst, kann dies eine sehr bereichernde Erfahrung für dich sein. Zu einem erfüllten Katzenleben gehört, dass du deiner geliebte Samtpfote zu ihrem Besten bis zum Schluss zur Seite stehst.

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Über den Autor / die Autorin → Petra Schulz HPC-Team Administrator
Als Redakteurin kümmere ich mich um das Magazin des HPC und schreibe Beiträge und Reportagen. 🙂