Eine Freundschaft fürs Leben gibt es für dich und deinen Hund, wenn ihr euch gegenseitig versteht. Hunde zeigen Emotionen, genauso wie wir Menschen. Nur wenn du die Mimik und Körpersprache deines Vierbeiners richtig deutest, ist eine gelungene Mensch-Hund-Beziehung möglich und beide Seiten fühlen sich richtig wohl.

Damit wir uns richtig verstehen

Hundehalter sind sich einig, dass ihre Hunde Emotionen haben und diese auch zeigen. Wurde das früher von Experten bestritten, ist es heute erwiesen, dass unsere Vierbeiner Freude, Angst, Trauer, Stress oder Wut empfinden und diesen Seelenzustand durch bestimmtes Verhalten deutlich zeigen. Vielleicht stehst du im Alltag mit deinem Vierbeiner häufig vor Rätseln: Du fragst dich, was er jetzt nun wieder hat? Warum sieht er mich so an oder warum tut er das? Dabei ist es gar nicht so schwer, nachzuvollziehen, warum sich dein Hund in bestimmten Situationen, die für ihn positiv als auch negativ sein können, eigenartig verhält. Deinen Hund verstehen, heißt, sein Verhalten richtig zu deuten.

So zeigen Hunde Emotionen

An den Reaktionen deines Hundes erkennst du deutlich, dass dein Hund eine sehr gute Beobachtungsgabe hat und ihm nichts entgeht. Dazu kommt ein Phänomen, das mit der Beobachtungsgabe des Tieres zusammenhängt, nämlich sein Einfühlungsvermögen. Hunde haben sehr feine Antennen und nehmen deine leisesten Regungen wahr und, das ist entscheidend: Er empfindet mit dir mit. Freude und gute Laune werden vom Hund mit wedelnder Rute und fröhlichem Springen angezeigt. Ist dein Liebling aber traurig oder bedrückt, lässt er seine Ohren hängen. Empfindet er Misstrauen oder Abneigung gegenüber einem anderen Menschen, gibt er ein warnendes Knurren von sich. Einen aggressiven Hund erkennst du an dem lauten Bellen und den gefletschten Zähnen.

Gähnen ist mehr als Müdigkeit anzeigen

Wusstest du, dass der Hund nicht nur gähnt, wenn er müde ist? Hunde gähnen auch aus anderen Gründen und zeigen dir damit ihre Befindlichkeit. Denn mit dem Gähnen baut dein Hund Stress ab. Ist dein Vierbeiner mit einer Situation konfrontiert, die ihn überfordert, dann gähnt er häufig. Dann ist er nicht müde, sondern er versucht dadurch unbewusst seine Anspannung abzubauen. Einige Verhaltensexperten betrachten das Gähnen des Hundes als Calming Signal, als Beschwichtigingssignal. Mehr dazu liest du hier. Mithilfe des oftmaligen Gähnens will sich dein Vierbeiner selbst beruhigen, denn Gähnen gilt nachweislich als Stressabbau. Wenn also dein Hund in bestimmten Situationen oft gähnt, weißt du, dass er sich emotional in einer schwierigen Situation befindet, aus dieser du ihn herausholen solltest. Gähnt dein Vierbeiner beispielsweise im Bus oder in der Bahn, fühlt er sich dort unbehaglich.

Hunde teilen Emotionen über ihre Augen mit

Für dich zählt es zum guten Ton, wenn du deinen Mitmenschen in die Augen schaust. Fixieren sich jedoch zwei Hunde mit ihren Blicken, ist das in den meisten Fällen eine Drohgebärde. Je nach Wesen deines Hundes kann es durchaus passieren, dass er auch deinen Blick als Provokation auffasst. Entweder zeigt er dann ein aggressives Verhalten oder er fühlt sich nicht mehr wohl und zieht sich verängstigt zurück. Während du bei fremden Hunden den Blickkontakt meiden solltest, ist es beim eigenen Hund etwas anders. Hier ist es wichtig, doch öfters kurzen Blickkontakt herzustellen. Damit lenkst du die Aufmerksamkeit des Hundes auf dich und das hilft bei der Erziehung des Tieres.

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