Wenn etwas im Umfeld der Katze nicht stimmt, wird sie dies über kurz oder lang anzeigen. Eine Katze wird in diesem Falle zunehmend verschiedene Arten von so genanntem Problemverhalten entwickeln. Für dich als Katzenhalter ist es nicht immer leicht, dieses zu entschlüsseln und die Ursachen hierfür ausfindig zu machen. In diesen Situationen kann dir ein Katzenpsychologe helfen.

Merkmale einer glücklichen Katze

Eine glückliche Katze weist „normales“ Verhalten auf. Normal bedeutet, dass sie sich ihrer Persönlichkeit entsprechend Mensch und Tier gegenüber friedlich verhält, einen gesunden Appetit hat, geregelt ihr Katzenklo benutzt und nicht schreit oder übermäßig maunzt.

Was sind Verhaltensauffälligkeiten?

Im Umkehrschluss lassen sich daraus unter anderem folgende Verhaltensauffälligkeiten ableiten, die für eine Katze nicht normal sind, d.h. die Katze…

  • … ist unsauber und benutzt nicht ihr Katzenklo
  • … ist aggressiv anderen Menschen oder Tieren gegenüber
  • … weckt dich nachts ständig auf
  • … miaut und klagt dauernd
  • … ist lustlos, traurig oder apathisch
  • … zeigt Stereotypien wie z.B. Schwanzjagen
  • … ist übermäßig ängstlich.

Als Katzenhalter ist es deine Aufgabe, die Ursachen für Verhaltensauffälligkeiten herauszufinden. Doch nicht immer ist dies so einfach und nicht immer führen Änderungen der Lebensumstände zum Erfolg. In solchen Fällen kann es nützlich sein, die Hilfe eines Katzenpsychologen respektive einer Katzenpsychologin in Anspruch zu nehmen.

Was bringen Katzenpsychologen mit?

Katzenpsychologen haben ein Studium zum Tierpsychologen durchlaufen und somit umfassende Kenntnisse in Bereichen wie Katzenhaltung und -kommunikation, Verhaltensphysiologie und -therapie, Lernverhalten und Biologie. Sie bieten somit umfassende Problem-, Haltungs- und Ernährungsberatung an. Hinzu kommen viel Einfühlungsvermögen in Mensch und Katze, Geduld und eine gute Beobachtungsgabe. Mit diesen Werkzeugen ausgestattet, besucht die Katzenpsychologin dich und deine Katze zuhause, um sich einen Eindruck über die aktuellen Lebensumstände zu verschaffen. Nun kann die Katzenpsychologin in Zusammenarbeit mit dir als Katzenhalter entsprechenden Maßnahmen erarbeiten.

Katzenpsychologen geben individuellen und praktischen Rat

Diese Maßnahmen können sehr vielfältig sein und sind individuell auf die persönliche Situation abgestimmt. Manchmal ist eine Verbesserung der Haltungsbedingungen hilfreich oder der Katzenhalter erhält grundlegende Tipps für den artgerechten Umgang mit seiner Katze. Er lernt, die Signale seiner Katze richtig zu deuten und seine Samtpfote artgerecht zu beschäftigen und körperlich und geistig auszulasten. Diese Basisarbeit ist in vielen Fällen notwendig, denn leider verfügen viele Halter nicht über ausreichendes Wissen über den richtigen Umgang mit Katzen. Wie viele Folgeberatungen durch die Katzenpsychologin notwendig sind, entscheidet sich individuell von Fall zu Fall.

Fazit

Du als Katzenhalter spielst eine entscheidende Rolle dabei, deiner Katze zu helfen, weswegen deine Mitarbeit entscheidend ist. Dies gilt vor allem für die Zeit im Alltag nach der Beratung durch die Katzenpsychologin. Doch es lohnt sich, damit du und deine Katze wieder harmonisch zusammen leben könnt. Mitunter liegen auch gesundheitliche Probleme bei der Katze vor, die mithilfe des Katzenpsychologen ebenfalls aufgedeckt und dann tierärztlich behandelt werden können.