Wie bei jedem Lebewesen ist ein guter Schlaf auch bei Katzen wichtig für körperliches und seelisches Wohlbefinden. Daher ist eines der Bilder, welches wir mit Katzen am häufigsten in Verbindung bringen, das einer schlafenden oder dösenden Katze. Das Schlafbedürfnis von Katzen hängt von mehreren Faktoren ab, jedoch gibt es Richtwerte, wie viel Schlaf eine Katze benötigt.

Das Schlafverhalten von Katzen

Katzen haben nicht nur die Fähigkeit, an den unmöglichsten Orten ein Nickerchen zu halten, sondern können dieses auch mehrfach am Tag einfach einschieben. Hierbei ist zwischen Dösen und Tiefschlafphasen zu unterscheiden. Wenn die Katze nur döst, hat sie zwar die Augen geschlossen, ist aber prinzipiell wach. Die eigentliche Schlafphase, die tiefer gehender Regeneration dient, wechselt zwischen Flach- und Tiefschlafphase ab.

Die Flach- und Tiefschlafphase

Während der Flach-Schlafphase, die in erster Linie der Erholung des Körpers dient, ist dieser zwar vollkommen entspannt, jedoch sind die Sinnesleistungen der Katze aktiv. Somit ist sie schnell bereit, auf äußere Reize wie Geräusche oder Berührungen zu reagieren und aufzuspringen. Während der Tiefschlafphase, die primär der geistigen Erholung dient, dauert es deutlich länger, bis die Katze reagiert. Die Gehirnaktivität während dieser Phase wird sichtbar durch Zucken der Pfoten, Augen oder Schwanzspitze: Die Katze träumt und verarbeitet Sinnesreize und Erlebnisse. Die Traumphasen dauern jeweils rund fünf Minuten, die Tiefschlafphasen etwa 20 Minuten.

Der tägliche Schlafbedarf

Wie viel Schlaf eine Katze pro Tag benötigt, ist individuell verschieden. Grundsätzlich jedoch gilt als Richtwert, dass sie rund 12-15 Stunden über den Tag verteilt döst oder schläft. Dies kann nach oben oder unten variieren, je nach Alter und gesundheitlicher Verfassung der Katze oder auch dem Wetter oder der Jahreszeit. Auch die körperliche und geistige Auslastung spielt eine Rolle: Ist eine Katze unterfordert und hat keine oder wenig Anreize zum Spielen, wird sie aus purer Langeweile erst einmal ein Schläfchen halten, dabei aber zunehmend unzufriedener werden.

Die Bedeutung eines gesunden Schlafes

Auch für Katzen ist ein erholsamer Schlaf besonders wichtig. Ist die Qualität oder auch die Menge des Schlafes ungenügend, kann dies körperliche und seelische Störungen zur Folge haben. Du kannst selbst einiges dazu beitragen, dass deine Katze entspannt schlafen kann.

Checkliste: Gesunder Schlaf für deine Katze

  • Störe deine schlafende Katze nicht und wecke sie nicht auf
  • Platziere den Schlafplatz an einem ruhigen Ort
  • Wähle einen leicht erhöhten Platz, damit die Katze den Raum gut im Blick behalten kann
  • Halte den Schlafplatz frei von Zugluft, Feuchtigkeit und Lärm
  • Biete deiner Katze, sofern möglich, mehrere Schlafplätze an
  • Das Körbchen oder Kissen muss groß genug und kuschelig sein
  • Falls deine Katze gern draußen ist, kannst du ihr, wenn möglich, zusätzlich einen Schlafplatz auf deiner Terrasse einrichten
  • Biete deiner Katze täglich ausreichend geistige und körperliche Anregung und Spiel
  • Achte auf Krankheitsanzeichen und auf gesunde Ernährung deiner Katze

Bitte beachte, dass die Art und Beschaffenheit des Schlafplatzes den individuellen Vorlieben deiner Katze unterliegen können. Es ist durchaus möglich, dass du ihr das tollste Kuschelbett gekauft und am besten Platz aufgestellt hast, sie jedoch bevorzugt auf der Fensterbank oder in deinem Bett schläft. Leiste trotzdem deinen Beitrag für einen guten Schlaf deiner Katze.

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Über den Autor / die Autorin → Andrea Schubert
Ich liebe Tiere sehr und hatte Kaninchen, Meeris, Hunde, Katzen und ein Pferd. Vor einigen Jahren habe ich bereits Beiträge für ein Haustier-Printmagazin geschrieben.