Streifenhörnchen sind selten in der Haustierhaltung, sind sie doch absolute Einzelgänger und so gut wie gar nicht menschenbezogen. Dennoch überzeugen die flinken Nager sowohl durch ihre putzige Erscheinung als durch ihr interessantes Verhalten. Unter bestimmten Bedingungen und ohne den Anspruch auf eine tiefergehende Freundschaft kannst du einem Streifenhörnchen durchaus ein geeignetes Zuhause anbieten.

Steckbrief des Streifenhörnchens

Herkunft: Nadelwälder Asiens
Gattung: Nagetiere, Hörnchenverwandte
Größe und Gewicht: bis 25 Zentimeter, bis 120 Gramm
Lebenserwartung: bis 10 Jahre
Fellfarbe: bräunliche Grundfarbe mit schwarz-weiß-grauen Längsstreifen
Ernährung: Nüsse, Sämereien, Gemüse, gelegentlich Insekten
Eigenschaften: tagaktiv, nur Einzelhaltung

Verhalten der Streifenhörnchen

Obwohl die Hörnchen gute Kletterer sind, verbringen sie die meiste Zeit am oder im Boden. Charakteristisch ist ihre Vorliebe für den Tunnelbau: Unterirdische Gänge können mehrere Meter lang sein und die Eingänge sind meist gut versteckt. Ihre Bauten, in denen sie gern Futter einlagern, verteidigen Streifenhörnchen vehement. Deswegen sind sie strikte Einzelgänger, was auch ihre Haltung als Haustier betrifft. Übrigens halten Streifenhörnchen Winterruhe, während derer sie sich in ihr Schlafhäuschen zurückziehen. Es ist möglich, dass es nach dem Aufwachen nicht mehr so zahm ist wie vorher und eine neue Art von Eingewöhnungsphase und Vertrauensaufbau benötigt.

Das Gehege

Wie bei allen in Gehegen, Volieren oder Käfigen gehaltenen Tieren gilt: je größer, desto besser. Daher muss dein Streifenhörnchen-Gehege eine Mindestgröße von 2x1x1 Meter (HxBxT) mit Spiel- und Versteckmöglichkeiten haben, plus zusätzlichen Auslauf. Diesen musst du deinen agilen Nagern in einem gesicherten Bereich gewähren, am besten in einem extra dafür bereitgestellten Zimmer. Bedenke, dass sich dein Streifenhörnchen nur ungern – wenn überhaupt – einfangen noch anfassen lässt, so dass es von allein in seine Behausung zurückkehren muss. Zudem benötigt es Wasser- und Futternäpfe sowie vielfältige Beschäftigungsmöglichkeiten. Diese lassen sich recht einfach herstellen, beispielsweise mithilfe von Haushalts-Papprollen oder Eierkartons. Stelle deinem Hörnchen weiterhin ein Sandbad mit Chinchillasand und eine Buddelkiste zur Verfügung.

Was kommt in den Futternapf?

Bevorzugt ernähren sich Streifenhörnchen von Nüssen, Sämereien und Gemüse. Es gibt auch spezielles Streifenhörnchenfutter; achte darauf, dass es keine Zusatz- und Konservierungsstoffe enthält. Besonders Zucker ist schädlich für die Hörnchen, da dieser Diabetes auslösen kann. Auch tierisches Eiweiß in Form von Insekten, Mehlwürmern oder rohem Geflügel-/Rindfleisch sollte in kleinen Portionen in den Futternapf.

Fazit

Überlege dir gut, ob ein Streifenhörnchen zu dir passt und ob du ihm den notwendigen Platz zur Verfügung stellen kannst.

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Über den Autor / die Autorin → Andrea Schubert
Ich liebe Tiere sehr und hatte Kaninchen, Meeris, Hunde, Katzen und ein Pferd. Vor einigen Jahren habe ich bereits Beiträge für ein Haustier-Printmagazin geschrieben.